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Blattgasse 5

Fakten

Blattgasse 5

Blattgasse 5, 1030 Wien

Baujahr: 1989-1991

Wohnungen: 43

Architekt: Maschek & Schmidt

Weitere Adressen

Stammgasse 2, 1030 Wien

Blütengasse 2-4, 1030 Wien

Wohnen in Wien

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Geschichte

Bereits seit dem 13. Jahrhundert ist im Bereich der Löwengasse eine Besiedelung durch Gärtner nachgewiesen. Im 16. Jahrhundert siedelten sich hier auch die aufgrund der Geruchsbelästigung aus der Stadt verwiesenen Lederer und Weißgerber an. In der Folge wurde diese zur Vorstadt heranwachsende Gemeinschaft als "Unter den Weißgerbern" bezeichnet. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestand das Gebiet großteils aus Gemüsegärten, woran heute noch die Straßennamen erinnern. An der Stelle des heutigen Wohnhauses stand bis 1985 ein dreigeschoßiges Betriebsgebäude.

Die Architektur

Die U-förmige Wohnhausanlage erstreckt sich von der Blattgasse entlang der Blütengasse bis zur Stammgasse. Die Nutung des Erdgeschoßes passt den Bau der historistischen Architektur der Umgebung an. Die regelmäßig angeordneten Fenster sind nur mit einem dezenten Fensterbrett versehen. In der Stammgasse befindet sich links die Einfahrt zur Tiefgarage und rechts einer der beiden Hauseingänge; der zweite liegt in der Blattgasse. Ein markantes Gesimsband trennt das Erdgeschoß von den vier Obergeschoßen. Die Fensterachsen sind zu Gruppen zusammengefasst und ohne Profilierung in die glatte Fassade eingeschnitten. An den beiden Hausecken setzen über die Ecke geführte Gesimse besondere Akzente. Jeweils zwei Fenster bilden eine Einheit, die sich auch farblich von der restlichen Fassade abhebt. Die Verdachungen der obersten Eckfensterpaare sind besonders kräftig ausgeprägt und direkt unterhalb des Dachvorsprungs angesetzt. Sie wirken wie Fragmente eines Dachgesimses, das an allen historistischen Gebäuden der Nachbarschaft zu finden ist.

Der Name

Die Blattgasse wurde 1864 nach den hier einst bestehenden, ausgedehnten Gemüsegärten benannt.

Architekten

Maschek & Schmidt - Keine biografischen Daten vorhanden.

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