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Erdbergstraße 134

Fakten

Erdbergstraße 134

Erdbergstraße 134, 1030 Wien

Baujahr: 1962-1963

Wohnungen: 11

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Die Wohnhausanlage liegt am Fuße eines Steilhanges, der noch heute von der frühmittelalterlichen, aus Erde gestampften Befestigungsanlage zeugt, die bereits 1192 bei der Gefangennahme von Richard Löwenherz als Ertpurch Erwähnung fand. In ihrem Umfeld bildete sich schon früh ein bäuerliches Dorf, aus dem das heutige Erdberg hervorging. Bis ins 19. Jahrhundert war die Erdbergstraße von ebenerdigen Hofanlagen geprägt, die zum Teil erst nach 1945 im Zuge der Assanierung durch moderne, mehrgeschoßige Wohnhausanlagen ersetzt wurden.

Die Architektur

Der Bau wurde gemeinsam mit der Wohnhausanlage Nr. 126-130 geplant und errichtet. Im Erdgeschoß des schmalen Wohnhauses sind Geschäftslokale untergebracht. Darüber befinden sich fünf Wohngeschoße mit einem zur Rückseite ausgebauten Dachgeschoß. Der Zugang zu den Lokalen und dem Stiegenhaus erfolgt durch einen scharfen, tiefen Einschnitt. Die beiden zentralen Fensterachsen des vierachsigen Fassadenaufrisses sind über dem Erdgeschoß risalitartig vorgezogen. Dieser Block ist seitlich zusätzlich mit schmalen Fenstern versehen. Die ansonsten glatte Fassade wird nach oben hin von einem schlichten Dachgesims abgeschlossen. Im Gegensatz zur Vorderseite ist die Rückfront nur mit drei Fensterachsen versehen, wobei die Mittelachse mit Balkonen ausgestattet ist und an der rechten Achse die kleineren Fenster der Küche mit jenen der Sanitärräume zu einer Einheit zusammengefasst sind.

Der Name

Zur Wahrung des alten Vorstadtnamens "Erdberg" wurde die Verbindungsstraße zwischen der ehemaligen Vorstadt und Wien durchgehend "Erdbergstraße" benannt. Bis 1862 bezeichnete man sie stadteinwärts "Erdberger Hauptstraße" und stadtauswärts "Antonsgasse". Noch 1899 trug die Straße abschnittsweise den Namen "Mitterweg".

Sanierung

von 1999 bis 1999

Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen wurde die Wohnhausanlage bereits 1989/90 an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Kosten dafür beliefen sich auf 19.840 Euro, davon konnten 11.904 Euro durch Förderungen gedeckt werden. 1999 erfolgte die Erneuerung der Fenster und Türen, wodurch die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden konnte.

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