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Am Modenapark 15

Fakten

Am Modenapark 15

Am Modenapark 15, 1030 Wien

Baujahr: 1951-1952

Wohnungen: 28

Architekt: Robert Ulrich

Wohnen in Wien

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

1806 kaufte Maria Beatrix Riccarda von Este, die Tochter des Herzogs von Modena, zwei Grundstücke in der nach ihr benannten Beatrixgasse und ließ darauf ein Schloss mit einer prachtvollen Gartenanlage errichten, die bis zur Strohgasse reichte. 1916 wurde das Schloss demoliert und das Grundstück parzelliert. Der 1926 angelegte Platz Am Modenapark ist nur ein kleiner Rest des einstigen Gartens. Um ihn herum entstand eines der wenigen nicht-kommunalen Häuserensembles der Zwischenkriegszeit.

Die Architektur

Die sechsgeschoßige Wohnhausanlage fügt sich unauffällig in die Verbauung der 1920er-Jahre Am Modenapark ein. Die Mitte der Gebäudefront wird durch einen Erker markiert, der sich über drei Fensterachsen erstreckt. Großzügige, zwei Fenster einfassende Balkone in den oberen vier Stockwerken binden den Erker an die Fassadenflucht. Der symmetrische Fassadenaufbau wird nur durch die linke äußerste Achse unterbrochen, deren Fenster etwas breiter sind. Die Fenster sind mit Kanneluren markant gerahmt. Direkt unter dem Erker liegen der Hauseingang sowie der Zugang zu einem Geschäftlokal samt Schaufenster. Ein dezentes Dachgesims schließt das Gebäude nach oben hin ab und unterstreicht den kompakten, geometrischen Fassadenaufbau.

Der Name

Benannt ist der Platz nach den ehemaligen weitläufigen Gartenanlagen des Palais Modena, das bis 1916 im Bereich der heutigen Beatrixgasse 27-29 stand und dessen Gärten bis zur Strohgasse reichten.

Sanierung

von 2004 bis 2004

Die Wohnhausanlage wurde 2004 saniert. Durch die Erneuerung von Fassade, Fenstern und Türen konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden.

Architekten

Robert Ulrich - Robert Ulrich (1894-1981) studierte ab 1920 Architektur bei Josef Hoffmann an der Wiener Kunstgewerbeschule. Für die Gemeinde Wien entwarf er das Wohnhaus Am Modenapark 15 in Wien 3 (1951/52). Die Anlage Haberlgasse 76 in Wien 16 (1949-1952) plante er gemeinsam mit Leo Kammel sen.; die Anlage Zeilergasse 39-43 in Wien 17 (1957/58) mit Norbert Mandel.

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