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Vivariumstraße 13-17

Fakten

Vivariumstraße 13-17

Vivariumstraße 13-17, 1020 Wien

Baujahr: 1955-1957

Wohnungen: 126

Weitere Adressen

Stoffellagasse 9-11, 1020 Wien

Wohnen in Wien

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Die Straße, in der die Wohnhausanlage liegt, bot einst eine Attraktion: 1873 erbaute eine Privatfirma an der Prater Hauptallee ein öffentlich zugängliches Aquarium. Ab 1878 wurden hier auch Tiere gezeigt, vor allem Affen und Krokodile. 1893 erwarb die Wiener Tiergartengesellschaft die Einrichtung. Als diese in Konkurs ging, errichtete ein Privatmann eine biologische Versuchsanstalt, die 1914 von der Akademie der Wissenschaften übernommen wurde. Der Praterbrand im Jahr 1945 vernichtete die Anlage zur Gänze.
Das Grundstück, auf dem heute der Gemeindebau steht, ging 1929 aus dem Besitz der Prinzessin von Lichtenstein an die Gemeinde Wien über.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage besteht aus drei sechs bis sieben Stockwerke hohen, frei stehenden Baublöcken, die parallel zueinander angeordnet sind und mit der Schmalseite zur Vivariumstraße weisen. Zwischen den Trakten befinden sich ebenerdige Garagenobjekte. Die zur Straße hin offene Anlage bricht mit der Wiener Tradition der geschlossenen Hofform. Wie bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren wurde versucht, durch konzentrierte Stapelung möglichst vieler Wohnungen ausgedehnte Grünzonen zur Erholung und Raum für infrastrukturelle Einrichtungen zu schaffen. Die Architektur orientiert sich an jener des gegenüberliegenden, etwa zeitgleich errichteten Gemeindebaus. Ein schmaler Sockel definiert die Erdgeschoßzone der Trakte. An den Breitseiten, wo sich die Eingänge befinden, ist der fünfachsige Mittelteil gegenüber den dreiachsigen Flanken jeweils um ein Stockwerk erhöht. Auf gliedernde Details wurde in diesem eher funktional ausgerichteten Bauwerk gänzlich verzichtet.

Der Name

Die Vivariumstraße ist seit 1893 nach der ehemals dort angesiedelten Einrichtung zur Haltung lebender Tiere (Vivarium) benannt.

Wohnungstauschangebote

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