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Im Werd 17

Fakten

Im Werd 17

Im Werd 17, 1020 Wien

Baujahr: 1826-1827

Wohnungen: 13

Architekt: unbekannt unbekannt

Wohnen in Wien

Nach dem endgültigen Zurückdrängen des Osmanischen Reiches zu Ende des 17. Jahrhunderts konnte in Wien und seinen zerstörten Vorstädten mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Die stark einsetzende Bautätigkeit hatte eine Barockisierung des Stadtbildes zur Folge. Die weitreichenden Reformen unter Joseph II. führten 1783 auch zur Modernisierung der Stadtverwaltung. Die Einführung der ersten Hausnummern (Konskriptionsnummern) sowie die Entwicklung der Kanalisation und Straßenreinigung fallen in diese Zeit. Die Auflassung zahlreicher Klöster und Friedhöfe schuf zudem neue Bauplätze.

Geschichte

In der Gegend des Hauses befand sich seit dem 17. Jahrhundert ein jüdisches Getto. Die Ansiedlung war eher ärmlich, geistig und wirtschaftlich aber sehr bedeutend. Wachsender Glaubensfanatismus und Antisemitismus führten jedoch immer wieder zu Vertreibungen und Bekehrungsversuchen. Den intellektuellen und sozialen Entwicklungen des Gebietes bereiteten die Wirtschaftskrise der 1920er-Jahre und die Ereignisse 1938 ein Ende. Die gegenständliche Liegenschaft wurde 1973 von der Stadt Wien erworben.

Die Architektur

Die Straßenfassade des viergeschoßigen Wohnhauses mit Giebeldach wird durch zwei dreiachsige flache Risalite, die die beiden Eingangsbereiche betonen, gegliedert. Ein Gesims trennt das aufwändig gestaltete Erdgeschoß von den darüber befindlichen Stockwerken. Besonders auffallend sind im Erdgeschoß die Pilaster zwischen den hochrechteckigen Fenstern, die ein Bogen bekrönt. Auch in den oberen drei Stockwerken dominieren hochrechteckige Fenster. Allerdings hebt sich die Fensterreihe im ersten Stock durch die aufwändig gestalteten geraden bzw. dreieckigen Fensterverdachungen, die jeweils von zwei Konsolen getragen werden, deutlich ab. In den Mauerfeldern zwischen den Konsolen sind zusätzlich girlandenartige Dekorationen angebracht. Die Hoffassade ist sehr schlicht gestaltet, im Rahmen einer Sanierung wurden ein bogenförmiger Zubau sowie ein Liftturm errichtet.

Der Name

"Im Werd" erinert an die einstige Bezeichnung für den zweiten und den zwanzigsten Bezirk, "Unterer Werd". Bis etwa 1630 wurde das Gebiet "In der Au", bis etwa 1760 "Im Getto am Platz" und bis 1862 "Auf der Heide" genannt.

Sanierung

von 1989 bis 1992

Die Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1989 bis 1992 einer Totalsanierung unterzogen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1.283.693 Euro, davon konnten 807.957 Euro durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

unbekannt unbekannt -

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