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Laaer-Berg-Straße 67-69

Fakten

Laaer-Berg-Straße 67-69

Laaer-Berg-Straße 67-69, 1100 Wien

Baujahr: 1999-2001

Wohnungen: 0

Wohnen in Wien

Ab den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Geschichte

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Favoriten noch weitgehend unverbaut. Die städtebauliche Entwicklung begann hier erst mit der Errichtung des Arsenals (1849-1856) und des Südbahnhofs (1867-1870) sowie mit der Bautätigkeit an der Ringstraße, durch die die in Favoriten ansässigen Ziegelfabriken großen Aufschwung erhielten. Die günstige Verkehrsanbindung durch den neuen Südbahnhof hatte zudem die Ansiedlung zahlreicher Betriebe zur Folge. Um Wohnraum für die zugezogenen Arbeiter zu schaffen, wurde das Gebiet bis zur Quellenstraße nach einem Rasterplan mit meist viergeschoßigen Zinshausblöcken verbaut. Das Areal der Wohnhausanlage war bis ins 20. Jahrhundert unverbaut. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich die Ebenseer Betonwerke und die Hofman & Maculan Bauaktiengesellschaft an, die dort bis in die 1990er-Jahre Werke betrieben.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage erstreckt sich entlang einer markanten Geländekante, die parallel zur Laaer-Berg-Straße verläuft. Sechs schlichte Baukörper sind senkrecht zur Laaer-Berg-Straße ausgerichtet. Sie werden durch dünne Rundpfeiler hoch vom Boden abgehoben. Ebenerdige Geschäftszeilen und transparente Lärmschutzwände binden die Bauten aneinander und schirmen sie gleichzeitig von der Straße ab. Für zusätzlichen Lärmschutz sorgen die massiv verglasten Laubengänge, über die die Wohnungen erschlossen werden. Die anderen Fronten sind im Gegensatz dazu großzügig mit Balkonen ausgestattet.
Die Basis für die Bebauung an der Laaer-Berg-Straße bildet eine mehrgeschoßige Tiefgarage. Dadurch wird die Geländekante nach innen verschoben und es entstehen zwischen den kammartig angeordneten Bauten begrünte Plateaus. Von hier gelangt man über Verbindungswege in den tiefer gelegenen Bereich der Wohnanlage. Hier definieren zwei L-förmige Baukörper und ein Riegelbau einen rechteckigen Hofbereich, in dem zwei linsenförmige Wohnbauten platziert sind. Werden die Wohnungen der Linsenbauten über im Inneren verborgene Stiegenhäuser erschlossen, sorgen die verglasten Laubengänge und Stiegenhäuser der anderen Häuser wiederum für transparente Strukturen an den Baumassen. Die Bauten sind zudem teilweise auf Stützen gelagert, wodurch die gesamte Anlage durchlässig und nach außen offen bleibt. Entlang der Urselbrunnengasse und der Collmanngasse wird das Areal der Wohnhausanlage durch zwei weitere Riegelbauten begrenzt.

Der Name

Die Laaer-Berg-Straße wurde nach dem Laaer Berg benannt. Bis 1956 führte sie bis zur einstigen Bezirksgrenze, der Bahntrasse Laaer Straße, der anschließende Teil hieß Wiener Straße.

Freie Garagenplätze

Art Miete
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