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Albertisgasse 3

Fakten

Albertisgasse 3

Albertisgasse 3, 1210 Wien

Baujahr: 1997-1998

Wohnungen: 26

Architekt: Michael A. Hein

Wohnen in Wien

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Geschichte

In der Umgebung des heutigen Wohnbaus gab es um die Jahrhundertwende vor allem unbebaute landwirtschaftliche Nutzflächen. So verliefen unter anderem die Flur Schmale Lisse und das Gelände der so genannten Wankeläcker nahe der Wohnhausanlage. Während des Ersten Weltkrieges entstand östlich der Brünner Straße eine Kleingartensiedlung. Daran anschließend wurde in den 1990er-Jahren der heutige Wohnbau errichtet.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage aus den 1990er-Jahren liegt am Ende der kurzen Albertisgasse und erstreckt sich von dort aus in Richtung Norden. Die Anlage verläuft auf einem rechteckigen Areal und wird von der Albertisgasse aus erschlossen. Der leicht abgestufte Baukörper verfügt über einen Zubau an der Straßenecke neben dem Haupteingang. In diesem Anbau sind einerseits Wohnungen untergebracht, andererseits ist von dort aus die Garage zu erreichen. Die Anlage schließt an dieser Stelle direkt an das benachbarte Gebäude an.

Der Wohnbau zeichnet sich durch seine zurückhaltende und klare Gestaltungsweise aus. Ein schlichter Arkadengang markiert das Erdgeschoß und betont den Eingangsbereich. Die Anlage verfügt über vier Geschoße und ein ausgebautes Dachgeschoß. Die glatte Fassade wird lediglich von Fenstern durchbrochen, die knapp in die Wandfläche eingeschnitten sind. Eine Bereicherung für die schlichte Wohnhausanlage sind die Terrassen, die an die Wohnungen im Dachgeschoß anschließen.

Der Name

Die Albertisgasse ist seit 1966 nach dem Kleingartenverein "Albertis" benannt. Der Verein existierte bis in die 1960er-Jahre zwischen Shuttleworthstraße und dem Kleingartenverein "Großjedlersdorf", wo später die Niederlassungen der Firmen Mautner Markhof und Tarbuk errichtet wurden.

Architekten

Michael A. Hein - Michael A. Hein (geb. 1949) studierte von 1967 bis 1975 Architektur an der Technischen Universität Wien. 1983 gründete er sein eigenes Büro, mit dem er zahlreiche Wohnhausprojekte und mehrere Schulen und Gewerbebauten realisieren konnte. Zu seinen bedeutendsten Bauwerken gehören die Volksschule und Kindertagesheim "In der Wiesen" in Wien 23 (2000) und die Wohnhausanlagen Langobardenstraße 44 in Wien 22 (1997-1999) und Romanagasse 27 in Wien 20 (1995).

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