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Am Hofgartel 3-7

Fakten

Am Hofgartel 3-7

Am Hofgartel 3-7, 1110 Wien

Baujahr: 1995-1997

Wohnungen: 274

Wohnen in Wien

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Geschichte

Die Wohnhausanlage liegt im Bezirksteil Kaiser-Ebersdorf, der ursprünglich ein Gassengruppendorf unterhalb der Simmeringer Terrasse war. Urkundlich wurde die Gemeinde erstmals 1108 erwähnt. Sie war ab dem 12. Jahrhundert im Besitz der Herren von Himberg und später jener von Ebersdorf. 1499 gelangte die Herrschaft in den Besitz von Kaiser Maximilian I., der Ebersdorf als Jagdgebiet nutzte und den Herrensitz zu einem noch heute bestehenden Jagdschloss ausbauen ließ. Bis in die 1960er-Jahre bewahrte das von weitläufigen Gartenflächen umgebene Kaiser-Ebersdorf seinen dörflichen Charakter. Erst durch die Errichtung großer Wohnhausanlagen wurde es mehr an das Stadtgebiet angeschlossen. In den 1990er-Jahren erfolgte die Erschließung des "Stadterweiterungsgebiets Leberberg". Als zentrale Elemente wurden - unter Berücksichtigung alter Parzellierungen und Wege - die beiden Parkanlagen "Stadtpark Leberberg" (Größe: ca. 26.000 m2) und "Hofgartel" (Größe: ca. 20.000 m2) gestaltet.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage besteht aus acht kubischen Häusern, die wie auf einem Schachbrett frei stehend angeordnet sind. Die kompakten Blöcke umfassen je sechs Hauptgeschoße und sind durch schlichte, kantige Formen geprägt. Den nach Süden und Norden ausgerichteten Fronten ist eine Art konkav gewölbter Schild vorgelagert, der sich von den Häusern über fünf Geschoße und sechs Fensterachsen reichend abhebt. Im Gegensatz zu dem einheitlichen Grauton der schlichten Häuserfronten sind die Schilder jeweils unterschiedlich gefärbt. An jeweils nur einer Seite der Schilder springen breite, großzügig verglaste Erker hervor, auf der gegenüberliegenden Seite setzen französische Fenster vertikale Akzente. Den Mittelachsen der nach Westen und Osten ausgerichteten Fronten sind Loggien vorgelagert. Die französischen Fenster der äußersten Achsen unterstreichen hier das symmetrische Erscheinungsbild. Zwischen den Häusern umschließen die konkaven Bauteile kreisrunde, begrünte Innenhöfe. Über drei Geschoße reichende Brückentrakte verbinden die einzelnen Gebäude miteinander. Sie sind in ihrer Gestaltung den Erkern angeglichen und halten die Anlage wie durch ein Spinnennetz zusammen.

Der Name

Der Straßenzug wurde im Jahr 1996 nach dem alten Flurnamen "Hofgartel" benannt.

Freie Garagenplätze

Art Miete
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