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Linzer Straße 386-390

Fakten

Linzer Straße 386-390

Linzer Straße 386-390, 1140 Wien

Baujahr: 1995-1996

Wohnungen: 25

Architekt: Michael A. Hein

Wohnen in Wien

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Geschichte

An der Stelle des Wohnhauses befanden sich zuvor drei alte Häuser mit Straßen- und Hoftrakten, Geschäften, Werkstätten und Wohnungen, wie sie für die Wiener Vororte typisch waren. Bereits 1894 erwarb die Gemeinde Wien das Haus Nr. 386. Später kamen die anderen Liegenschaften dazu. Die baufälligen Althäuser wurden zwischen 1969 und 1981 abgebrochen und durch den Neubau ersetzt. Gemeinsam mit dem Wohnhaus wurde ein Kindergarten und eine Tiefgarage für die Bewohner und für die Besucher des nahe gelegenen Erlebnis-Waldbads Penzing errichtet.

Die Architektur

Das auf einem leicht ansteigenden Südhang erbaute Wohnhaus besitzt geländebedingt einen hohen Erdgeschoßsockel zur Straße, zwei Stockwerke und ein ausgebautes Dachgeschoß. Den zur Straße gelegenen Wohnungen sind in den Obergeschoßen Veranden vorgelagert, die durch ein metallenes Fassadengerüst zusammengehalten werden. Die Dachgeschoßzone wird durch die asymmetrische Verdachung der Gauben akzentuiert. Ein seitlich gelegener öffentlicher Durchgang führt von der Straße zum Kindergarten, der parallel zum Wohnhaus an der hinteren Grundstücksgrenze liegt, sowie zum Erlebnis-Waldbad Penzing. Durch sein markantes rotes Vordach ist der Durchgang deutlich zu erkennen. Im Unterschied zu der lebendig strukturierten Straßenfassade ist die Rückfront ruhiger gestaltet: Durch Fensterbänder erhält die Fassade eine deutliche Horizontalgliederung. Rote Fensterrahmen und roter Verputz akzentuieren die Rückseite.

... und die Kunst

Die Seitenwand des öffentlichen Durchgangs schmückt ein großes Wandbild des Künstlers Sebastian Weissenbacher. In Anspielung auf das Waldbad Penzing stellt es "Badeenten" dar.

Der Name

Die Wohnanlage liegt an der seit 1894 so benannten Linzer Straße, der alten Poststraße von Wien Richtung Westen nach Linz, die noch auf die Römerzeit zurückgeht. Vorher hieß die Straße in Höhe der Wohnanlage Hauptstraße.

Architekten

Michael A. Hein - Michael A. Hein (geb. 1949) studierte von 1967 bis 1975 Architektur an der Technischen Universität Wien. 1983 gründete er sein eigenes Büro, mit dem er zahlreiche Wohnhausprojekte und mehrere Schulen und Gewerbebauten realisieren konnte. Zu seinen bedeutendsten Bauwerken gehören die Volksschule und Kindertagesheim "In der Wiesen" in Wien 23 (2000) und die Wohnhausanlagen Langobardenstraße 44 in Wien 22 (1997-1999) und Romanagasse 27 in Wien 20 (1995).

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