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Hans-Steger-Gasse 13

Fakten

Hans-Steger-Gasse 13

Hans-Steger-Gasse 13, 1220 Wien

Baujahr: 1966-1967

Wohnungen: 54

Architekt: Raimund Haintz

Weitere Adressen

Wurmbrandgasse 16, 1220 Wien

Konstanziagasse 43-45, 1220 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Der Gemeindebau steht in einem Teil von Wien, der in den 1960er-Jahren zu den großen Stadterweiterungsgebieten der Stadt zählte. Die Benützungsbewilligung für die in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre errichtete Wohnhausanlage stammt aus dem Jahr 1967 und umfasste neben zwei Geschäftslokalen und vier Ledigenwohnungen insgesamt 44 Klein- sowie sechs Mittelwohnungen.

Die Architektur

Die viergeschoßige Wohnhausanlage von Raimund Haintz ist ein typischer Vertreter der Architektur der 1960er-Jahre. Während die 20-achsige Hauptfront gegen die Konstanziagasse vom Rhythmuswechsel der drei Fassadenabschnitte bestimmt wird, werden die kürzeren Nebenfassaden in den Seitengassen lediglich durch zwei verschiedene Fenstertypen gegliedert. Vier farblich hervorgehobene Achsen mit breiten, teils verglasten Loggien charakterisieren die Schauseite des Baus. Im Erdgeschoß werden die Seitenteile durch großflächige Schaufenster und einen nach hinten versetzten Eingang im Eckbereich betont. Der Zugang zu den Stiegenhäusern erfolgt über den Innenhof der symmetrisch angelegten Anlage; die Durchfahrten befinden sich jeweils in den äußersten Achsen der Trakte gegen die Seitengassen. Ein kleines Kranzgesims schließt das U-förmig angelegte Gebäude nach oben hin ab.

Der Name

Die Gasse trägt ihren Namen seit 1910. Sie ist nach Hans Steger, einem ehemaligen Bürgermeister von Wien aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und Besitzer der Herrschaft Hirschstetten, benannt.

Architekten

Raimund Haintz - Raimund Haintz (geb. 1923) studierte bis 1950 an der Technischen Hochschule Wien. Er war zunächst in verschiedenen Architekturbüros tätig, bevor er sich 1956 als Architekt selbständig machte. Sein Schaffensschwerpunkt lag vor allem im Wohnbau, aber auch Geschäftslokale und Fabriksanlagen gehörten zu seinem Aufgabenbereich. Neben den Wohnhausanlagen Jurekgasse 6 in Wien 15 und Hartlebengasse 1-17 in Wien 22 (Gemeinschaftsarbeit mit anderen Architekten) wurde unter anderem auch eine Ferienappartement-Anlage am Semmering nach seinen Plänen errichtet.

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