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Wimpffengasse 37-39

Fakten

Wimpffengasse 37-39

Wimpffengasse 37-39, 1220 Wien

Baujahr: 1957-1959

Wohnungen: 59

Architekt: Franz Stechauner

Wohnen in Wien

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Auf dem zwischen Wimpffengasse und Haberlandtgasse gelegenen Areal der heute bestehenden Wohnhausanlage können laut dem Franziszeischen Kataster und dem Wiener Generalstadtplan aus dem Jahr 1912 mehrere Vorgängerbauten nachgewiesen werden. Entlang der Wimpffengasse finden sich noch die typischen alten, lang gestreckten Grundstücksparzellen mit einer Seitenflügelhaus-Verbauung. Die Benutzungsbewilligung für die heutige Wohnhausanlage datiert aus dem Jahr 1961.

Die Architektur

Die zweigeschoßige Wohnhausanlage mit teilweise ausgebautem Dachgeschoß besteht aus vier parallel gelegenen fast identen Gebäuden, nur der die Anlage abschließende Trakt gegen die Wimpffengasse weist geringe Abweichungen auf. Dieser 12-achsige Bauteil ist, wie häufig in den 1950er-Jahren, durch einen Vorgarten von der Straße abgesetzt und durch zwei, versetzt angeordnete Fensterachsen akzentuiert. Die glatten Fassaden sämtlicher Bauten werden durch eingeschnittene zweiflügelige und französische Fenster gegliedert, die ebenso wie der in der äußersten Achse gelegene Durchgang des Straßentraktes von weißen Faschen eingefasst sind. Alle vier Wohngebäude sind mit einem Satteldach versehen und weisen jeweils eine andere Farbgebung auf.

... und die Kunst

Im Hausdurchgang befindet sich das ehemals über dem Eingang angebrachte Glasmosaik "Abstraktes Ornament" von Siegfried Fischer aus den Jahren 1958/59. Im ersten Hof ist auf der Grünfläche die Bronzeskulptur "Spielendes Kind" aus dem Jahr 1958/60 der Bildhauerin Eva Mazzucco situiert.

Der Name

Die Wimpffengasse - ehemals Feldgasse - trägt seit 1910 diesen Namen. Sie wurde nach dem Feldmarschall Maximilian Freiherr von Wimpffen (1770-1854) benannt.

Sanierung

von 2002 bis 2003

Die Wohnhausanlage wurde in den Jahren 2002 und 2003 saniert. Neben der Erneuerung von Dach, Fenstern und Türen wurde die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dadurch konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden. Außerdem wurden in die Wohnungen Gas-Kombi-Thermen eingebaut. Die Kosten beliefen sich auf 416.100 Euro, davon konnten 138.700 Euro durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

Franz Stechauner - Zur Ausbildung des Architekten Franz Stechauner (1916-2007) sind keine Daten bekannt. Für die Gemeinde Wien plante er die Wohnhausanlage Wimpffengasse 37-39 in Wien 22 (1957-1959).

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