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Aistgasse 8-30

Fakten

Aistgasse 8-30

Aistgasse 8-30, 1210 Wien

Baujahr: 1967-1969

Wohnungen: 378

Weitere Adressen

Kainachgasse 21-37, 1210 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Der Wohnbau befindet sich unweit der Grenze der Stadt Wien zur niederösterreichischen Ortschaft Gerasdorf. Das Gebiet zwischen der Nordbahnstraße (Thayagasse) und der niederösterreichischen Landesgrenze (Illgasse) wurde ab den 1930er-Jahren als Stadtrandsiedlung erschlossen. Mit dem Bau der betreffenden Wohnhausanlage in den 1960er-Jahren wurde die Bautätigkeit im Bereich der Nordrandsiedlung fortgesetzt.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage liegt südlich der Gerasdorfer Straße und schließt direkt an die bestehenden Bauten der Nordrandsiedlung an. Der Wohnbau verläuft auf einem langgestreckten Areal zwischen der Aistgasse und der Kainachgasse und besteht aus mehreren autonomen Baublöcken. Die einzelnen Gebäude sind über rechteckigen Grundrissen angeordnet und werden durch begrünte Flächen und Wege miteinander verbunden. Die gesamte Anlage vermittelt aufgrund der schlichten Gestaltung einen ruhigen und ausgeglichenen Gesamteindruck. Die Häuser verfügen über vier Geschoße und werden von Giebeldächern abgeschlossen. Die Fassade gliedert sich in Fensterachsen, wobei die Öffnungen scharf in die glatte Wandfläche eingeschnitten sind. Dazwischen sorgen Balkonachsen und die farbig betonten Stiegenaufgänge für eine gewisse Abwechslung. Die Wohnhausanlage ist mit mehreren Parkplätzen ausgestattet und mit Grünflächen angereichert. Neben zahlreichen Spielplätzen gibt es einen kleinen begrünten Hügel, der im Winter zur Rodelbahn umfunktioniert wird.

... und die Kunst

In den Höfen der Wohnhausanlage befinden sich mehrere Wegweiser, die von der Künstlerin Hilde Leiter 1970 entworfen worden sind. Die Glasmosaike auf Kunststeinquadern zeigen den Weg zum Spielplatz, zur Wiese oder zum Seniorentreff und machen die Bewohner auf unterschiedliche Verhaltensregeln aufmerksam.

Der Name

Ein Großteil der Verkehrswege im Bereich der Nordrandsiedlung ist nach österreichischen Flüssen benannt. Die Straße, in der der betreffende Wohnbau steht, trägt seit 1953 den Namen eines oberösterreichischen Gewässers. Die Aist erstreckt sich über das östliche Mühlviertel und mündet in der Nähe von Schwertberg in die Donau.

Sanierung

von 2011 bis 2016

Die Sanierung der Wohnhausanlage umfasste unter anderem die Instandsetzung des Dachs und des Dachstuhls, die Erneuerung der Fenster und Türen und die Dämmung der Fassade. Durch diese Maßnahmen werden die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt. Außerdem wurde ein Aufzug installiert und weitere Arbeiten an der Haustechnik und an den Außenanlagen vorgenommen.

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