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Krottenbachstraße 106

Fakten

Krottenbachstraße 106

Krottenbachstraße 106, 1190 Wien

Baujahr: 1965-1966

Wohnungen: 293

Weitere Adressen

Gugitzgasse 1, 1190 Wien

Gustav-Pick-Gasse 2, 1190 Wien

Börnergasse 1, 1190 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

In der Krottenbachstraße und einigen Querstraßen errichtete die Stadt Wien nach dem 2. Weltkrieg bis in die 1970er-Jahre eine größere Anzahl von Wohnhausanlagen, wobei in diesem Fall bis dahin unverbaute Gründe neu erschlossen wurden. Bei der Planung dieses Gemeindebaus wurde hier ein Wachzimmer der Polizei vorgesehen, welches bis heute existiert. Die bereits in den Originalplänen projektierte Ladenzeile wurde zunächst nicht ausgeführt, einige Jahre später kam es jedoch dann auch noch zur Errichtung dieses Nahversorgungszentrums.

Die Architektur

Die Anlage besteht aus 24 viergeschoßigen Wohnhäusern, die in acht Zeilen zu jeweils zwei bis vier Stiegen angeordnet sind. Mit einem umlaufenden Vorgarten umgeben, stehen die Bauteile in einem parkähnlichen Gelände, in welchem mehrere Spielplätze angelegt sind. Nach Süden und Osten zu verfügen die Wohnungen über Balkone bzw. Loggien. Die Stiegenhäuser wurden nord- bzw. westseitig angelegt und zeigen die zeittypische Gestaltungsweise, indem sie als sehr flacher Risalit leicht aus der Fassade hervor treten und durch abweichende Farbgebung zusätzlich betont werden. Ebenfalls farblich differenziert wurden die Sockel, welche zudem mittels gröberen Verputzes und einer Nut deutlich von dem darüber liegenden Mauerwerk abgesetzt sind.

... und die Kunst

Eduard Robitschko schuf die Reliefwand mit dem Motiv "Befreiung von der Türkenbelagerung 1683", welche, von der an der Straße gelegenen Ladenzeile kommend, den Übergang in den Bereich der Wohnhausanlage markiert.

Der Name

Die Krottenbachstraße stellt die Hauptverbindung zwischen Oberdöbling und den Weinbauorten Salmannsdorf und Neustift her, sie hieß deshalb bis zur Eingemeindung dieser Heurigendörfer Neustiftgasse. 1894 wurde sie nach dem hier verlaufenden Krottenbach benannt, der seit 1908 eingewölbt ist.

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