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Leitermayergasse 52

Fakten

Leitermayergasse 52

Leitermayergasse 52, 1180 Wien

Baujahr: 1982-1982

Wohnungen: 35

Architekt: Edith Lassmann

Weitere Adressen

Schulgasse 55, 1180 Wien

Wohnen in Wien

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Geschichte

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dieser Teil des alten Währing vorwiegend landwirtschaftlich genutzt und erfreute sich bei den Wienerinnen und Wienern auch als Sommerfrischegebiet großer Beliebtheit. Nach der Aufhebung des "Bauverbots aus fortifikatorischen Rücksichten" 1858 kam es jedoch zu einem wahren Bauboom, sodass 1890 eine dicht verbaute Fläche in die Stadt Wien eingemeindet wurde. Ab Mitte der 1970er-Jahre errichtete die Stadt Wien in diesem Viertel wieder einige neue Wohnhäuser.

Die Architektur

Auffälligstes Gestaltungsmerkmal dieses großen Eckhauses sind die leuchtend gelben Fenster- und Türrahmen. Ungewöhnlich ist auch die gestaffelte Fassade zur Leitermayergasse mit ihren übers Eck gestellten Elementen. Damit wird der "Gemeindebaustil" der Zwischenkriegszeit mit seiner bevorzugten Dreiecksform neu interpretiert. Auch die Front zur Schulgasse springt mehrfach vor und zurück: So schließt sie zwar zunächst an die Baulinie des Nebenhauses an, verläuft von dort aus aber schräg weiter, sodass sich ein winziger, ebenfalls dreieckiger Vorgarten ergibt. Erst beim Haustor wird die Fassade wieder nach vorne gezogen. Ein Vordach schützt den weit nach hinten versetzten Hauseingang; es ruht auf einer Säule und trägt die darüber liegenden Bauteile. Loggien und dreieckige Kantbalkone finden sich an der Fassade zum Gartenhof, der mit Sitzplätzen und einem Kleinkindbereich ausgestattet wurde.

Der Name

Im Zuge der Eingemeindung von Währing wurde die Leitermayergasse 1894 nach dem Musikerzieher und Grundbesitzer Johann Michael Leitermayer benannt. Zuvor hatte sie Josefigasse geheißen.

Architekten

Edith Lassmann - Edith Lassmann (geb. Jurecka, 1920-2007) studierte ab 1938 an der TH Wien. Sie wurde vor allem als Kraftwerksarchitektin (z.B. Krafthaus Limberg, Kaprun) bekannt. In Wien war sie an der Planung von Schulen beteiligt sowie auch am Um- und Ausbau des ehemaligen Infektionspavillons des Karolinenspitals in Wien 9 in ein Heim mit Tageswerkstätte für behinderte Jugendliche. 1977 errichtete sie das Pensionistenwohnhaus Atzgersdorf in Wien 23.

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