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Abelegasse 29

Fakten

Abelegasse 29

Abelegasse 29, 1160 Wien

Baujahr: 1973-1975

Wohnungen: 71

Architekt: Hellmut Schwab

Weitere Adressen

Eckmüllnergasse 2-4, 1160 Wien

Friedrich-Kaiser-Gasse 32, 1160 Wien

Wohnen in Wien

In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.

Geschichte

1870 wurde in einem adaptierten Wohnhaus Ecke Friedrich-Kaiser-Gasse/ Eckmüllnergasse die zweite städtische Volksschule des Bezirks errichtet. Aufgrund des enormen Zuspruchs und der sofortigen Überfüllung eröffnete die Stadt Wien bereits ein Jahr darauf einen daran anschließenden Neubau in der Abelegasse 29. Dem weiterhin starken Zustrom aufgrund des hohen Bevölkerungswachstums konnte nur durch Errichtung weiterer Schulgebäude im Bezirk abgeholfen werden. Nach dem Abbruch dieses Schulkomplexes wurde die heute bestehende Wohnhausanlage errichtet.

Die Architektur

Die sechsgeschoßige Wohnhausanlage aus den Jahren 1973 - 1975 wird durch starke Vor- und Rücksprünge gegliedert. In der Eckmüllnergasse sind zwei viergeschoßige abgeschrägte Erker das bestimmende Element. Eine bedeutende Rolle bei der Fassadengestaltung spielt der Einsatz von Farbe: So werden die einzelnen Stockwerke durch blaue Farbstreifen voneinander getrennt, jeweils ein zwei- und ein dreiflügeliges Fenster mittels eines Farbfeldes verbunden oder auch das Erdgeschoß mittels einheitlicher Farbgebung als Sockelzone definiert. Sogar die niedrigen Zäune um die Vorgärten sind wie die Farbakzente der Wohnhausanlage in Blau gehalten. Das oberste Geschoß des Gebäudes ist als Staffelgeschoß konzipiert und gegen die Eckmüllnergasse mit Terrassen versehen.

... und die Kunst

An beiden Portalbereichen der Wohnhausanlage befinden sich großformatige ornamental-abstrakte Mosaike des Malers und Bildhauers Carolus Lehner (geb. 1935) mit dem Titel "Ornamentale Kompositionen".

Der Name

Die Abelegasse, ehemals Feldweg beziehungsweise Untere Hauptstraße, trägt seit 1856 ihren heutigen Namen. Sie wurde nach dem Gemeinderat und Ottakringer Gastwirt Thomas Abele (1798 - 1869) benannt.

Sanierung

von 2000 bis 2000

Die Wohnhausanlage wurde im Jahr 2000 saniert. Neben der Neudeckung des Daches umfassten die Arbeiten auch die Erneuerung der Fenster und Türen, und die Fassade wurde mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dadurch konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden.

Architekten

Hellmut Schwab - Hellmut Schwab (1932-2008) schloss 1959 sein Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Wien ab. 1963 wurde er Ziviltechniker und eröffnete sein eigenes Atelier. H. Schwab widmete sich hauptsächlich dem Wohnbau. Zu seinen Werken zählen unter anderem die Wohnhäuser Mondgasse 31-32 in Wien 14 (gemeinsam mit Maria und Peter Tölzer) und Dresdnerstraße 116 in Wien 20 sowie der Umbau des Hotels Webgasse 26 in Wien 6. Für die Gemeinde Wien plante er die Wohnhausanlage Abelegasse 29 in Wien 16.

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