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Clementinengasse 3

Fakten

Clementinengasse 3

Clementinengasse 3, 1150 Wien

Baujahr: 1979-1980

Wohnungen: 26

Architekt: Ernst Lederer-Ponzer

Weitere Adressen

Turnergasse 12, 1150 Wien

Wohnen in Wien

Zwischen 1978 und 1981 wurde zur Wohnungsverbesserung in Wien insgesamt ein Darlehensvolumen für über 48.000 Wohnungen zugesichert. 39 Wohnanlagen wurden fertig saniert, an weiteren 86 mit einem Kostenaufwand von 52 Mio. Euro gearbeitet. Zusätzlich wurden über 6.000 neue Wohnungen fertig gestellt. Die Architektur wandelte sich - dank des technischen Fortschritts in der Plattenbauweise - vom Zeilenbau hin zu flexibler gestalteten Anlagen mit individuellem Charakter und mieterfreundlichen Grundrissen. Gleichzeitig verstärkte sich das Mietermitspracherecht und serviceorientierte Wohnungsberatungszentren wurden etabliert.

Geschichte

Der Vorgängerbau der heute bestehenden Wohnhausanlage stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In den 1930er-Jahren ist im Haus eine Fleischselcherei nachweisbar, in den 1950er-Jahren eine Obst- und Gemüsehandlung. Die Abbruchgenehmigung für das Gebäude mit einer Wohnung und insgesamt drei Geschäftslokalen datiert aus dem Jahr 1970.

Die Architektur

Bei der Wohnhausanlage Clementinengasse 3 handelt es sich um eine Baulückenschließung aus den Jahren 1979-80. Die sieben Fensterachsen des sechsgeschoßigen Hauses werden mittels zweier fünfstöckiger Erker gegliedert. Beide Vorbauten fassen jeweils zwei gleichartige Fensterachsen zusammen. Die optische Mitte des Wohnhauses bildet das Stiegenhaus mit seinen schmalen, im Niveau versetzten Fensterbändern. Die beiden äußeren Achsen weisen jeweils dreiteilige Fenster auf, an der rechten Seite des Wohnbaus dominiert eine fensterlose Wandfläche die Fassade. Im Erdgeschoß vervollständigen eine Tür zu einem Magazin und das tief eingeschnittene Portal, beide jeweils unter einem der Erker gelegen, diese falsche Symmetrie, die von einer Fahnenstange zusätzlich betont wird.

Der Name

Namensgeberin der Gasse ist Clementine Pereira, die der Westbahngesellschaft um drei Millionen Gulden Gründe verkauft hatte. Die Clementinengasse, vormals Schwanengasse, trägt ihren Namen seit 1894. Im Verlauf der heutigen Clementinengasse entstanden 1701 die ersten fünf Häuser, die dem späteren Vorort, Bezirk und nunmehrigen Bezirksteil Fünfhaus seinen Namen gaben.

Sanierung

von 1999 bis 1999

In der Wohnhausanlage wurden 1999 Fenster und Türen erneuert.

Architekten

Ernst Lederer-Ponzer - Der in Brünn (Tschechien) geborene Ernst Lederer-Ponzer (1909-2003) war bereits als Architekt tätig, als er sich 1946 bei Erich Boltenstern und Emil Pirchan an der Akademie der bildenden Künste Wien als Student einschrieb. Für die Gemeinde Wien war er vorwiegend in Arbeitsgemeinschaften an der Errichtung mehrerer Wohnhausanlagen beteiligt. Eigenständig plante Ernst Lederer-Ponzer unter anderem die Wohnhäuser Ziegelofengasse 24-26 in Wien 5 (1980/81) und Clementinengasse 3 in Wien 15 (1979/80).

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