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Costagasse 15

Fakten

Costagasse 15

Costagasse 15, 1150 Wien

Baujahr: 1957-1958

Wohnungen: 19

Architekt: Michael Otter

Weitere Adressen

Tellgasse 15, 1150 Wien

Wohnen in Wien

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Die Wohnhausanlage liegt im so genannten Nibelungenviertel, das seinen Namen aufgrund der zahlreichen auf das Nibelungenlied zurückgehenden Namen von Gassen und Plätzen in der Gegend erhielt. Ehemals der östliche Teil des Exerzier- und Paradeplatzes Schmelz, wurde das zwischen Hütteldorfer Straße, Gablenzgasse, Stutterheimstraße und Vogelweidplatz liegende Gebiet ab 1910 zur Besiedelung freigegeben und durch großbürgerliche Mietshäuser verbaut. Diese Bautätigkeit wurde durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrochen, die Baulücken wurden erst in der Zwischenkriegszeit sowie nach dem Zweiten Weltkrieg durch Gemeindebauten geschlossen.

Die Architektur

Die Eckverbauung an der Costagasse/Tellgasse ist ein typisches Beispiel für die Architektur des sozialen Gemeindebaus im Wien der 1950er-Jahre, die mit der Tradition der Gemeindebauarchitektur der Zwischenkriegszeit bricht. Eine ganze Reihe von Wohnhausanlagen - vornehmlich Eck- und Lückenverbauungen - entspricht diesem Schema: Über einem niedrigen Sockel erhebt sich die glatte Fassade des fünfgeschoßigen Gebäudes, an der lediglich Fensterfaschen als schmückendes Element eingesetzt werden. Die Anlage wird durch eine über den Hof zugängliche Stiege erschlossen, im Hof selbst befindet sich ein über die Costagasse befahrbarer Parkplatz.

Der Name

Die Wohnhausanlage selbst hat keinen eigenen Namen. Die Costagasse wurde 1912 nach dem Theaterdichter und Direktor des Theaters in der Josefstadt, Karl Costa (eigentlich Kostia; 1832-1907), benannt.

Architekten

Michael Otter - Michael Otter (1901-1961) studierte von 1923 bis 1930 Architektur an der Technischen Hochschule Graz. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem die Wohnhäuser Costagasse 15 in Wien 15 (1957/58) und Wiesengasse 19-21 in Wien 9 (1954/55).

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