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Braunhirschengasse 33-37

Fakten

Braunhirschengasse 33-37

Braunhirschengasse 33-37, 1150 Wien

Baujahr: 1967-1967

Wohnungen: 25

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Der Tuchfabrikant und Pottasche-Erzeuger Franz Wenzel Dadler kaufte 1799 die Besitzung "Braunhirschen", einen die Braunhirschengasse umgebenden Vorort, und kurbelte durch Parzellierung die Bautätigkeit in diesem Gebiet an. Auf Dadlers Tätigkeit geht somit die Besiedelung der Gegend zurück. Für die Errichtung der Wohnhausanlage Braunhirschengasse 33-37 wurden ein dreigeschoßiges Althaus mit sechs Wohnungen und zwei Magazinen sowie ein Vorder- und Hintergebäude mit sieben Wohnungen und zwei Lokalen abgerissen.

Die Architektur

Die Fassadengestaltung der breiten Baulückenverbauung entspricht dem für diese Bauzeit typischen Schema. Die Straßenfassade hält die Bauflucht streng ein und gliedert sich in ein als Sockelzone ausgebildetes Erdgeschoß sowie vier darüber liegende, durch ein Gesims getrennte Obergeschoße. Die elf Fensterachsen der Obergeschoße sind streng symmetrisch angeordnet, die Wand selbst ist glatt verputzt und nicht weiter verziert. Das Erscheinungsbild der Sockelzone entspricht nach einer Abänderung der Fenster des Lokals und einem Neuanstrich nicht mehr dem ursprünglichen Erscheinungsbild. Die französischen Fenster - bis zum Boden reichend und mit einem Schutzgitter versehen - finden sich ebenfalls an vielen Bauten dieser Zeit.

Die Hoffassade ist in zwei gleich gestaltete Blöcke geteilt, die jeweils von der großzügigen Verglasung der beiden Stiegenhäuser dominiert werden. Um diese Verglasungen wurden die Fensterachsen streng symmetrisch gruppiert, auf die Ausbildung einer Sockelzone wurde, wie so oft bei Hoffassaden, verzichtet.

Der Name

Die Wohnhausanlage selbst hat keinen eigenen Namen. Die Braunhirschengasse, ehemals Schmiedgasse, wurde 1894 nach dem alten Vorort Braunhirschen benannt. Die Gasse war ursprünglich eine Allee im Seitengarten von Schloss Plankenau und wurde um 1800 verbaut.

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