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Wie funktioniert eine Sanierung?

Die Sanierung unserer Gemeindebauten ist oft ein aufwändiges Projekt. Die meisten Phasen einer Sanierung sind für außenstehende Personen aber nicht sichtbar. Dennoch passiert hinter den Kulissen sehr viel und dauert oft sehr lange. Eine Sanierung kann – je nach Aufwand – von der Bestandsaufnahme der notwendigen Sanierung bis zum Projektabschluss von 7 bis zu 12 Jahren dauern.

Warum wird mein Gemeindebau saniert?

Bei einer Wohnhausanlage gibt es ständig etwas zu tun. Das beginnt bei kleinen Dingen, wie einer kaputten Glühbirne oder einer undichten Regenrinne, und geht hin bis zu Arbeiten am Dach oder der Hausfassade.

Kommt eine Wohnhausanlage in ein bestimmtes Alter und würde kein „Pickerl“ mehr bekommen, macht es Sinn, diese zahlreichen anstehenden Erneuerungs- und Modernisierungsarbeiten in einer Sanierung zusammenzufassen.

Mit einer Sanierung wird die Wohnhausanlage also umfassend erneuert und modernisiert.

Wie wird entschieden, welcher Gemeindebau saniert wird?

Das Hauptaugenmerk liegt auf dem technischen Zustand der Wohnhausanlage. Dieser wird alle drei Jahre von Wiener Wohnen erfasst und bewertet. Ein 50 Jahre altes Haus wird natürlich anders bewertet, als ein frisch sanierter Gemeindebau.

Dazu kommen noch weitere Fragen, die im Vorfeld geklärt werden müssen, etwa: Welche Bauarbeiten müssen durchgeführt werden, um die Wohnhausanlage an den heute üblichen Stand der Technik heranzuführen? Ist ein Ausbau des Dachgeschoßes möglich, um zusätzliche Wohnungen zu schaffen?

Was kostet eine Sanierung?

Die Kosten für eine Sanierung sind ganz unterschiedlich und hängen von der Größe des Gemeindebaus und den geplanten Sanierungsmaßnahmen ab. Eine kleine Wohnhausanlage mit 40 Gemeindewohnungen wird vermutlich geringere Bauarbeiten benötigen, als wenn eine große Wohnhausanlage mit über 600 Gemeindewohnungen saniert werden muss.

Wie finanziert sich eine Sanierung?

Eine Sanierung finanziert sich über die Mietrücklagen der Wohnhausanlage sowie durch die laufenden Mietzinseinnahmen. Darüber kann Wiener Wohnen – wie jeder andere Hauseigentümer auch – um Fördermittel bei der Stadt Wien ansuchen.

Sollten sich die Kosten für die Sanierung trotz Mieteinahmen und Fördermittle nicht komplett decken lassen, kann die unabhängige Schlichtungsstelle – nach genauer Überprüfung – eine vorübergehende Mietzinsanpassung für alle MieterInnen beschließen. Sobald der fehlende Betrag eingehoben wurde, fällt der Mietzins wieder auf das vorherige Niveau zurück.

Wie lange dauert eine Sanierung?

Ein Sanierungsprojekt beginnt schon mehrere Jahre, bevor vor Ort das erste Baugerüst aufgestellt wird:

  • Am Beginn muss der Gemeindebau mit einer technischen Zustandserhebung auf Herz und Nieren untersucht werden.
  • Danach werden mehrere Sanierungsvarianten ausgearbeitet: Kann ein Lift eingebaut werden oder nicht? Ist es möglich, neue Gemeindewohnungen im Dachgeschoß zu schaffen? Etc.
  • Sobald eine Variante ausgewählt wurde, beginnt die Planungsarbeit für alle baulichen Maßnahmen im Detail.
  • Parallel dazu beginnen die behördlichen Verfahren: Es braucht eine Baubewilligung, es gibt ein Förder- und ggf. ein Schlichtungsstellenverfahren.
  • Da Wiener Wohnen ein öffentlicher Auftraggeber ist, müssen die Sanierungsarbeiten nach dem Bundesvergabegesetz ausgeschrieben werden. Für alle Bauleisten müssen detaillierte Leistungsverzeichnisse erstellt und vergeben werden. Hier kann es auch zu Einsprüchen von Unternehmen kommen, die nicht zum Zug gekommen sind – und das ganze Vergabeverfahren muss wiederholt werden.
  • Sobald die ersten Bauleistungen erfolgreich vergeben wurde, ist ein tatsächlicher Baubeginn absehbar. An diesem Zeitpunkt werden alle MieterInnen informiert, außerdem findet eine Beweissicherung statt (bspw. der Zustand der angrenzenden Nachbarhäuser vor Baubeginn).
  • Erst jetzt können die Baufirmen anrücken und beginnen mit den Arbeiten.

Die genaue Baudauer hängt von der Größe und den notwendigen Arbeiten eines Gemeindebaus ab.

Damit es überhaupt so weit kommt, braucht es jahrelange, unsichtbare Arbeit hinter den Kulissen.

Während die MieterInnen nach Fertigstellung schon von neuen Fenstern und der Wärmedämmfassade profitieren, läuft bei Wiener Wohnen die Nachbetreuung: Die erbrachten Arbeiten werden abgenommen und Schäden in Gewährleistung abgeklärt. Zu guter Letzt wird eine Endabrechnung erstellt.

Sie möchten wissen, was hinter den Kulissen passiert? Dann werfen Sie einen Blick auf den gesamten Sanierungsprozess.

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