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Gemeindewohnungen NEU in der Eipeldauerstraße 21-25

Die WIGEBA plant in der Eipeldauerstraße die Errichtung von Gemeindewohnungen Neu sowie infrastrukturelle Ergänzungen. Anstelle der sanierungsbedürftigen Hochgaragen entlang der Eipeldauerstraße 21-25 sollen neue leistbare Wohnungen entstehen und die bestehenden Stellplätze in den Neubau integriert werden.

Für die MieterInnen von Stellplätzen werden während der Bauarbeiten Ersatzstellplätze zur Verfügung gestellt. Die Erdgeschoßzone soll mit Gemeinschaftseinrichtungen (auch für die BewohnerInnen des Josef-Bohmann-Hofs) und gewerblichen Nutzungen aufgewertet werden.

Als Grundlage soll ein Architekturwettbewerb durchgeführt werden. Ursprünglich war geplant, mit Ihnen vor Ort im Rahmen einer Informationsausstellung in Dialog zu treten. Aufgrund der Corona- Pandemie ist das bedauerlicherweise nicht möglich.
In Vorbereitung der Unterlagen wollen wir dennoch ihre Ideen und Anregungen wissen.

Daher erhalten Sie hier Informationen zum Projekt – soweit das aus heutiger Sicht möglich ist –, einen Fragen- und Antworten-Katalog sowie die Möglichkeit uns unter eipeldauerstrasse@wrwohnen.at ihre Fragen zu schicken.

Parallel dazu wird von der MA 21B – Stadtteilplanung und Flächenwidmung Nordost ein Entwurf zur Neufestsetzung des Flächenwidmungs-und Bebauungsplans ausgearbeitet. Dieser wird in Folge öffentlich aufgelegt, sodass Sie die Möglichkeit haben werden, sich über den Planungsstand zu informieren. Sie haben auch die Gelegenheit eine Stellungnahem dazu abzugeben. Über den Zeitpunkt der öffentlichen Auflage werden Sie zeitgerecht informiert.

Fragen und Antworten:

Worum geht es? Was ist geplant?

In Wien gibt es einen großen Bedarf an kostengünstigen Wohnungen. Daher baut die Stadt Wien seit ein paar Jahren wieder Gemeindewohnungen. Diese sogenannten Gemeindewohnungen Neu werden von der WIGEBA (Wiener Gemeindewohnungs- Baugesellschaft) auf Grundstücken der Stadt errichtet.

Entlang der Eipeldauer Straße befinden sich drei baufällige Palettengaragen aus
den 1970er Jahren mit insgesamt etwa 650 Stellplätzen. Eine Sanierung der Garagen wäre mit hohen Kosten verbunden, welche die bestehenden Wohnhausanlagen wirtschaftlich stark belasten würde. Daher ist geplant, die Garagen etappenweise abzureißen und durch mehrgeschossige Neubauten mit Tiefgarage zu ersetzen. Es sollen dort neue leistbare Gemeindewohnungen entstehen. Zusätzlich ist geplant, mit Geschäften und Gemeinschaftseinrichtungen im Erdgeschoss die Eipeldauerstraße und die Wohnhausanlage zu beleben. Die neuen Gebäude
sollen nur in den Bereichen zwischen den inneren Erschließungswegen des Josef-Bohmann-Hofs platziert werden. Bestehende Wegeverbindungen zwischen
Eipeldauer Straße und Alfred-Kubin-Platz bleiben erhalten. Der Bestand an Wohngebäuden im Josef-Bohmann-Hof selbst wird baulich nicht verändert.

Wo soll gebaut werden?

Entlang der Eipeldauer Straße im Bereich der drei baufälligen Palettengaragen. Die Garagen werden etappenweise abgerissen. An ihrer Stelle werden die Neubauten mit Tiefgaragen errichtet. In den ein- bis zweigeschossigen Tiefgaragen werden die Stellplätze für den Bestand und den Neubau untergebracht.

Wann ist Baubeginn? Wann Fertigstellung?

Das Projekt befindet sich noch ganz am Anfang der Entwicklung. Mit einem Baubeginn ist frühestens Mitte 2023 zu rechnen, mit der Gesamtfertigstellung frühestens 2028.

Wie viele neue Wohnungen werden dort entstehen?

Dies kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau beziffert werden, da es noch kein fertiges Projekt gibt und die Anzahl der errichteten Wohnungen von der Größe der Wohnungen abhängt. Seitens WIGEBA wird ein zeitgemäßer Mix an unterschiedlichen Wohnungsgrößen und Grundrissvarianten angestrebt. Überschlägig kann von etwa 500 neuen Wohnungen ausgegangen werden, davon circa 300 Gemeindewohnungen Neu und circa 200 geförderte Wohnungen.

Wie hoch werden die neuen Gebäude sein? Wie viele Geschoße werden sie haben?

Wiener Wohnen hat vorab eine Vorstudie beauftragt. Diese wurde mit der Stadtplanung Wien abgestimmt. Sie zeigt beispielhaft, wo die Gebäude stehen und wie hoch sie sein könnten. Parallel zur erforderlichen Umwidmung wird ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Erst danach wird feststehen, wie die neue Wohnhausanlage genau aussieht. Die Vorstudie sieht eine Gebäudehöhe (Dachkante)
von 21m vor (5-6 Geschoße plus Erdgeschoss mit besonderer Raumhöhe) zuzüglich zurückgesetztem Dachgeschoss (Staffelgeschoss). In städtebaulich besonderen Bereichen (zum Beispiel an der Ecke Eipeldauer Straße/ Melangasse) ist auch eine Höhe (Dachkante) von bis zu 26 m (7-8 Geschoße plus Erdgeschoß mit besonderer Raumhöhe) denkbar.

Welche Vorteile bringt der Neubau für AnrainerInnen?

  • Abriss der baufälligen und wenig ansehnlichen Palettengaragen
  • Lärmschutz durch Neubauten entlang der Eipeldauerstraße, mehr Ruhe in den Höfen
  • Aufwertung der Eipeldauerstraße, mehr Aufenthaltsqualität
  • Geschäfte (Nahversorger, Bäckerei et cetera) im Ergeschoß geplant
  • Gemeinschaftseinrichtungen im Neubau können auch von den BestandsmieterInnen genutzt werden
  • Ausreichend Stellplätze für Bestandsmieter in der neu gebauten Tiefgarage

Wird es auch Geschäfte oder soziale Einrichtungen geben?

Ja, dies ist vorgesehen. In der Erdgeschosszone sind unter anderem Nahversorgungseinrichtungen, Kleingewerbeflächen und soziale Infrastruktur
geplant. Durch eine besondere Raumhöhe im Erdgeschoss kann eine vielseitige
Nutzungsmischung sichergestellt werden.

Tipp:
Schreiben Sie uns in einem Mail ( eipeldauerstrasse@wrwohnen.at ), welche Einrichtungen/ Nutzungen Ihnen in Ihrem Grätzl derzeit fehlen.

Wie wird auf die bestehenden Gebäude und Wege Rücksicht genommen?

Die neuen Gebäude sollen nur in den Bereichen zwischen den inneren Erschließungswegen des Josef-Bohmann-Hofs platziert werden. Bestehende Wegeverbindungen zwischen Eipeldauer Straße und Alfred-Kubin-Platz bleiben
erhalten. Eine ausreichende Belichtung der Bestandsgebäude gemäß der Wiener Bauordnung soll zu jeder Zeit gewährleistet sein.

Wie viele Pkw-Stellplätze wird es in der Tiefgarage geben?

Dies kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau beziffert werden, da es noch kein fertiges Projekt gibt und die Anzahl der zu errichtenden Pflichtstellplätze von der erzielten Nutzfläche abhängt. Es werden jedoch ausreichend Stellplätze für die BewohnerInnen des Bestands und des Neubaus zur Verfügung stehen. Dabei
ist voraussichtlich von insgesamt rund 1.000 Stellplätzen auszugehen (davon rund 622 Pflichtstellplätze für Bestand und rund 380 Pflichtstellplätze für den Neubau). Zu beachten ist, dass gemäß Wiener Garagengesetz beim Neubau ein Stellplatz pro 100 m2 Nutzfläche errichtet werden muss, nicht ein Stellplatz pro Wohnung.

Wo sind Ersatzstellplätze während der Bauphase vorgesehen?

Wiener Wohnen hat ein Konzept beauftragt, das sicherstellt, dass zwischen Abriss der baufälligen Garagen und Fertigstellung der neuen Tiefgaragen jederzeit genügend Pkw-Stellplätze im näheren Umfeld des Josef-Bohmann-Hofs vorhanden sind. Derzeit sind die bestehenden Hochgaragen nicht voll ausgelastet. Der Abriss der Garagen und der Neubau erfolgen etappenweise. Zusätzlich sollen oberirdische Ersatzstellplätze im Bereich der Sportanlage an der Melangasse temporär zur Verfügung gestellt werden. Durch diese Maßnahmen wird eine ausreichende Zahl an barrierefreien Stellplätzen während der Bauphase sichergestellt.

Bekomme ich automatisch einen neuen Stellplatz in der Neubau-Tiefgarage?

Rein rechtlich gesehen besteht kein automatisches Anrecht auf einen Stellplatz. Wer derzeit einen oder mehrere Stellplätze in einer der Palettengaragen besitzt und in der neuen Tiefgarage Stellplätze haben möchte, wird diese aber aller Voraussicht nach auch bekommen. Die neuen Stellplätze werden alle barrierefrei (via Aufzug) erreichbar sein.

Was genau bedeutet „Gemeindebau Neu“/ „Gemeindewohnung Neu“?

Als Antwort auf die große Nachfrage nach kostengünstigen Wohnungen baut die Stadt Wien wieder Gemeindewohnungen. Die neuen Gemeindewohnungen erfüllen dasselbe hohe Qualitätsniveau wie das gesamte Angebot im geförderten Wohnbau. Sie bieten kostengünstige und vor allem eigenmittelfreie Mieten. Die „Gemeindewohnungen Neu“ bieten ihren MieterInnen und Mietern faire Konditionen und Rechtssicherheit:

• Euro 7,50 Miete/m2 brutto (inkl. Ust)
• Keine Eigenmittel
• Keine Kaution
• Keine Befristung
• 100 % Vergabe durch Wiener Wohnen – fair und transparent geregelt nach den geltenden Vergabekriterien

Die Gemeindewohnungen Neu sind zu 100 Prozent im Eigentum der WIGEBA (Wiener
Gemeindewohnungs-Baugesellschaft) und damit im Eigentum der Stadt Wien. Verwaltet werden die Gemeindewohnungen Neu von der GESIBA (Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft).

Wie ist der weitere Zeitplan?

Sie haben bis zum 14.3. 2021 Zeit, ihre Anregungen einzubringen. Diese werden dann geprüft und fließen in den Architekturwettbewerb ein, der kurz danach startet. Noch während der Wettbewerb läuft, beginnt die öffentliche Auflage des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans. Im Zuge dessen haben Sie die
Möglichkeit, eine Stellungnahme zum Entwurf des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans abzugeben. Nach Abschluss des Wettbewerbs und der öffentlichen Auflage wird der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan im Gemeinderat beschlossen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden in einer Infoveranstaltung
der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Sie werden frühzeitig von Wiener Wohnen beziehungsweise der Stadtplanung Wien über diese Termine informiert. Danach beginnt die eigentliche Detailplanung und Realisierung des Projekts.

Was passiert mit meinen Anregungen?

Ihre Anregungen sind uns wichtig! Die Rückmeldungen per Brief oder per E-Mail
werden gesammelt und geprüft, und sollen in die Auslobungsunterlagen für einen
Architekturwettbewerb einfließen. Die Auslobung beinhaltet die Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsbeiträge der teilnehmenden ArchitektInnen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass voraussichtlich nicht alle Wünsche und Hinweise der AnrainerInnen berücksichtigt werden können. Bei einem Projekt dieser Größenordnung müssen viele verschiedene Interessen unter einen Hut gebracht werden.

Sind weitere Informationen/Veranstaltungen geplant?

Ja. Derzeit geplant sind eine Information während der öffentlichen Auflage und eine
Abschlusspräsentation. Ob und in welcher Form die Veranstaltungen stattfinden können (als Veranstaltung vor Ort oder online), ist abhängig von den zum geplanten Zeitpunkt geltenden Sicherheitsmaßnahmen zur Bekämpfung des Covid-19 Viruses.
Bei der Information während der öffentlichen Auflage wird der Entwurf zum Flächenwidmungsund Bebauungsplan vorgestellt und die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben. Bei der Abschlussveranstaltung wird das Siegerprojekt aus
dem Architekturwettbewerb vorgestellt. Sie werden frühzeitig von Wiener Wohnen über diese Termine informiert.

Sie haben Fragen an uns? - Sie sind gefragt!

  • Was möchten Sie uns als „lokaler Experte/ lokale Expertin“ für die weitere Planung mit auf den Weg geben?
  • Welche Qualitäten sollten die Neubauten aus Ihrer Sicht haben, und worauf ist an welcher Stelle besonders zu achten?
  • Wir sammeln und prüfen Ihre Anregungen und lassen sie in den folgenden Architekturwettbewerb einfließen.
  • Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der sehr frühen Planungsphase noch nicht jede (Detail)Frage beantwortet werden kann.

Ihre Fragen können Sie uns gerne per Mail unter eipeldauerstrasse@wrwohnen.at schicken! E-Mails, die bis zum 14.03. 2021 einlangen, können berücksichtigt werden.

Vielen Dank für Ihre Anregungen!

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