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Soziale Wohnungsvergabe

Ein Rollstuhlfahrer lässt in einem Gemeindebauhof einen Drachen steigen.
Rollstuhlfahrer im Gemeindebau

Wie kann ich mich für eine Gemeindewohnung bewerben, wenn ich in einer betreuten Wohnform wohne?

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

  • Sie sind mindestens 17 Jahre alt.
  • Sie und alle Personen, die mit Ihnen in eine unserer Wohnungen mitziehen wollen, sind zumindestens die letzten zwei Jahren durchgehend in Wien haupt- oder als obdachlos (inklusive Postadresse) gemeldet.
  • Sie haben entweder die österreichische, eine EU-, eine Schweizer Staatsbürgerschaft, den Reisepass eines EWR-Landes (Norwegen, Lichtenstein, Island) oder einen Status als anerkannter Flüchtling bzw. eine langfristige Aufenthaltsberechtigung nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz.
  • Sie sind ehemalige/r GemeindemieterIn. Dann darf kein Mietzinsrückstand bestehen.
  • Sie müssen in einer betreuten Wohnform untergebracht sein oder
  • von einer sozialen Einrichtung betreut werden.

Wo reiche ich meinen Antrag ein?

Wenn Sie in einer betreuten Wohnform untergebracht sind, erfolgt die Antragstellung für eine Wohnung direkt über die betreuende Einrichtung bei der Sozialen Wohnungsvergabe. Bei dieser Soforthilfe handelt es sich um einmalige Angebote von Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen in Ausnahmefällen bei kinderreichen Familien um Drei-Zimmer-Wohnungen oft auch einfacher Ausstattung. Die Wohnungen können auch Kategorie C sein, das heißt, sie haben kein Bad und auch keine Heizung.

Wer beurteilt meinen Antrag?

Ihr Ansuchen wird bei der Sozialen Wohnungsvergabe geprüft. Dort wird auch über Ansuchen entschieden. Die betreuende Einrichtung wird schriftlich über die Entscheidung informiert. Vom Einlangen des Ansuchens bis zur schriftlichen Entscheidung, ob Sie eine Wohnung bekommen oder nicht, vergehen maximal 2 Wochen.

Welche Möglichkeiten habe ich als Obdachloser?

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

  • Sie sind ohne Selbstverschulden obdachlos.
  • Sie sind unmittelbar von Obdachlosigkeit bedroht.
  • Sie können Ihr Wohnungsproblem nicht selbst lösen.
  • Sie erfüllen nachfolgende Grundvoraussetzungen.

Das sind die Grundvoraussetzungen der sozialen Wohnungsvergabe

  • Sie sind mindestens 17 Jahre alt.
  • Sie und alle Personen, die mit Ihnen in eine unserer Wohnungen mitziehen wollen, sind zumindestens die letzten zwei Jahren durchgehend in Wien haupt- oder als obdachlos (inklusive Postadresse) gemeldet.
  • Sie haben entweder die österreichische, eine EU-, eine Schweizer Staatsbürgerschaft, den Reisepass eines EWR-Landes (Norwegen, Lichtenstein, Island) oder einen Status als anerkannter Flüchtling bzw. eine langfristige Aufenthaltsberechtigung nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz.
  • Sie sind ehemalige/r GemeindemieterIn. Dann darf kein Mietzinsrückstand bestehen.

Wo reiche ich meinen Antrag ein?

  • Sie sind obdachlos: Wenn Sie obdachlos sind und zwei Jahre in Wien gemeldet sind (dabei können Sie auch ein Jahr in Wien hauptgemeldet gewesen sein und anschließend ein Jahr obdachlos gemeldet sein), dann stellen Sie Ihren Wohnungsantrag direkt bei der Sozialen Wohnungsvergabe. Einen Termin können Sie sich über das Servicetelefon der Sozialen Wohnungsvergabe mit der Nummer +43 1 4000-74570 von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 12.00 Uhr ausmachen.
  • Sie sind von Obdachlosigkeit bedroht: Wenn Sie von Obdachlosigkeit bedroht sind (durch Scheidung, Trennung von Ihrer/Ihrem LebensgefährtIn oder gerichtlich belegter bevorstehender Delogierung) und die letzten zwei Jahre durchgehend in Wien gemeldet sind, dann stellen Sie Ihren Antrag in unserem Willkommensservice. In diesem Fall erfolgt eine Weiterleitung an die Soziale Wohnungsvergabe.
  • Sie sind nicht durchgehend zwei Jahre in Wien gemeldet: Wenn Sie obdachlos oder von der Obdachlosigkeit bedroht sind und nicht durchgehend zwei Jahre in Wien gemeldet sind, dann stellen Sie Ihren Antrag ebenfalls in unserem Willkommensservice. In diesem Fall ist keine Weiterleitung an die Soziale Wohnungsvergabe möglich.

Welche Dokumente und Unterlagen brauche ich dafür?

  • Ihren aktuellen Mietvertrag
  • Ihren aktuellen Einkommensnachweis (AMS-Bezug, Sozialhilfe, Einkommen...)
  • Staatsbürgerschaftsnachweis
  • Geburtsurkunde
  • E-Card
  • (bei Delogierung): gerichtlicher Nachweis der bevorstehenden Wohnungsräumung
  • (bei Scheidung): rechtskräftiger Scheidungsbeschluss und -vergleich
  • Meldebestätigung

Wann sind Sie von Obdachlosigkeit bedroht?

Wenn Sie wegen eines Scheidungsvergleichs Ihre Wohnung verlassen müssen:

Sie müssen mindestens zwei Jahre einen Hauptwohnsitz in Wien haben.
Welche Unterlagen brauchen wir dann von Ihnen?

  • Einen rechtskräftigen Scheidungsbeschluss
  • Einen rechtskräftigen Scheidungsvergleich

Wenn Sie wegen einer Trennung von Ihrem/Ihrer LebenspartnerIn Ihre Wohnung verlassen müssen.

Sie müssen mindestens zwei Jahre einen Hauptwohnsitz in Wien haben.
Welche Unterlagen brauchen wir dann von Ihnen?

  • (wenn Kinder vorhanden sind:) Alimentenvereinbarung von der MA 11
  • (falls vorhanden:) Unterhalt an ehemalige/n LebenspartnerIn

Wenn Sie wegen einer Delogierung Ihre Wohnung verlassen müssen

Sie müssen mindestens zwei Jahre einen Hauptwohnsitz in Wien haben.
Welche Unterlagen brauchen wir dann von Ihnen?

  • Ein rechtskräftiges Räumungsurteil
  • (falls vorhanden:) Eine Bewilligung zur zwangsweisen Räumung
  • Ein Versäumungsurteil
  • (bei einer Zwangsversteigerung:) Eine Bestätigung über Kredithöhe, Restschuldenbestätigung
  • (bei befristeten Mietverträgen:) Übergabeauftrag

Was passiert mit meinem Antrag?

Ihr Antrag wird von einem Expertenkreis geprüft. Von Ihrem Termin bei der Sozialen Wohnungsvergabe bis zur schriftlichen Entscheidung, ob Sie eine Wohnung bekommen oder nicht vergeht maximal ein Monat.

Im Falle einer positiven Lösungsmöglichkeit erfolgt ein einmaliges Wohnungsangebot. Im Rahmen dieser Soforthilfe werden Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen angeboten, in Ausnahmefällen bei kinderreichen Familien auch Drei-Zimmer-Wohnung, oft auch einfacherer Ausstattung. Die Wohnungen können auch Kategorie C sein, das heißt sie haben kein Bad und oft auch keine Heizung.

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