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Anton-Langer-Gasse 39-45

Fakten

Anton-Langer-Gasse 39-45

Anton-Langer-Gasse 39-45, 1130 Wien

Baujahr: 1956-1957

Wohnungen: 34

Wohnen in Wien

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Die Wohnhausanlage wurde im Rahmen des Wohnbauprogramms nach dem Zweiten Weltkrieg auf einem Grundstück errichtet, das bereits seit dem 19. Jahrhundert im Besitz der Gemeinde war und früher von der Speisinger Straße bis in die Anton-Langer-Gasse reichte. Einige Jahre nach der Eingemeindung Speisings nach Wien wurde 1897 auf einem Teil der Liegenschaft das Gebäude der Speisinger Volksschule errichtet. 1955 beschloss die Gemeinde Wien, dort auch einen städtischen Kindergarten zu bauen. An der Stelle der Wohnhausanlage befanden sich bis zu deren Errichtung Gärten.

Die Architektur

Die kleine Anlage besteht aus zwei versetzt und gekoppelt angeordnet Wohnhäusern parallel zur Anton-Langer-Gasse sowie einem ebenfalls parallel zur Straße liegenden, dritten Wohnhaus. Dieses ist durch den niedrigen Flachbau eines Trafohäuschens und eine Toreinfahrt mit den beiden anderen Blöcken verbundenen. Seitlich des dritten Gebäudes befindet sich auf dem rückwärtigen Grundstück ein Durchgang zum städtischen Kindergarten. Die Freiflächen der von der Baulinie zurückversetzten Häuser wurden mit einfachen Mitteln gärtnerisch gestaltet.

Der rau verputzte Haussockel, die glattflächigen, durch Fenster gleichmäßig gegliederten Hausfronten sowie die Giebelfronten und Satteldächer sind charakteristisch für den Wohnbau der 1950er-Jahre. Die vertikalen Achsen der Hauseingänge mit den Stiegenhausfenstern und die an den Seiten angeordneten französischen Fenster durchbrechen die symmetrischen Fensterraster. Der verschiedenfarbige Hausanstrich stellt ein Gestaltungsmittel zur Unterscheidung der drei Wohnblöcke dar.

... und die Kunst

Über dem seitlich gelegenen Durchgang (Hausnummer 39) befindet sich ein Natursteinrelief "Flötenspielender Knabe" von Elisabeth Turolt aus den Jahren 1957 bis 1959.

Der Name

Die Anton-Langer-Gasse erinnert seit 1894 an den Lokalschriftsteller und Journalisten Anton Langer (1824-1879). Davor hieß der Straßenzug Parkgasse.

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