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Trauttmansdorffgasse 18

Fakten

Trauttmansdorffgasse 18

Trauttmansdorffgasse 18, 1130 Wien

Baujahr: 1872

Wohnungen: 8

Architekt: unbekannt unbekannt

Wohnen in Wien

Im 19. Jahrhundert wuchs als Folge der massiven Industrialisierung die Arbeiterschicht stark an, die Einwohnerzahl Wiens explodierte, vor allem auch durch den Zuzug aus den ländlichen Gebieten der Donaumonarchie. Die nötigen Wohnungen wurden nahezu ausschließlich von Privaten gewinnorientiert gebaut. Mietskasernen mit so genannten "Bassena-Wohnungen" - Zimmer, Küche, Wasser und WC auf dem Gang - entstanden. Viele mussten diese kleinen Wohnungen (zwischen 20 und 30 Quadratmetern) noch mit Bettgehern und Untermietern teilen, um die Miete zahlen zu können. In den Jahren des Ersten Weltkrieges stagnierte die Bautätigkeit.

Geschichte

Das 1872 ursprünglich als Gerichtsgebäude errichtete Wohnhaus liegt mitten im historischen Ortsteil von Hietzing. Vor dem Bau des Gerichtsgebäudes befand sich an dieser Stelle das von Joseph Kornhäusel 1816 erbaute Hietzinger Sommertheater, das bereits um 1850 abgerissen wurde. Bis Mai 1979 war in dem heute als Wohnhaus genutzten Bau das Bezirksgericht Hietzing untergebracht. Zwischen 1981 bis 1983 wurde das unter Denkmalschutz stehende Gebäude aufwändig saniert und zum Wohnhaus umgebaut.

Die Architektur

Das auf einem tiefen Grundstück errichtete Wohnhaus besteht aus einem dreigeschoßigen Straßentrakt mit Satteldach und zwei seitlich anschließenden Hoftrakten mit Pultdach, die einen rechteckigen Hofraum umschließen. Ein ebenerdiger, flach gedeckter Bauteil schließt den Hof zum Garten hin ab.

Wie bei Gebäuden des 19. Jahrhunderts üblich, liegt das gestalterische Augenmerk auf der streng symmetrisch aufgebauten Straßenfassade. Im Erdgeschoß ist die Hauswand genutet und weist eine aufgesetzte Pilastergliederung auf. Ein Gesims trennt die Erdgeschoßzone von den oberen Stockwerken. Die glatt verputzten Wandflächen in den Obergeschoßen werden durch Fenster mit schlichten Putzrahmungen und geraden Verdachungen gegliedert. Kleine Rundfenster bekrönen die vertikalen Fensterachsen, ein Kranzgesims schließt diese zum Dach hin ab. Die Mittelachse der siebenachsigen Fassade wird durch das Eingangstor und den auf Konsolen ruhenden Balkonen besonders betont.

Der Name

Die Trauttmansdorffgasse ist seit 1894 nach der Gräfin Therese Trauttmansdorff (1784-1847) benannt und hieß vorher Alleegasse. Vom Geld des Erbes der Gräfin gründete der Arzt Dr. Eduard Haikes 1847 das Hietzinger Armenhaus in der heutigen Trauttmansdorffgasse.

Architekten

unbekannt unbekannt -

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