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Karl-Löwe-Gasse 7-9

Fakten

Karl-Löwe-Gasse 7-9

Karl-Löwe-Gasse 7-9, 1120 Wien

Baujahr: 1967-1969

Wohnungen: 39

Architekt: Rotraut Hommer

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Laut Grundstücksverzeichnis auf einem Plan Rotraud Haberls und den Wiener Generalstadtkarten aus den Jahren 1892, 1904, 1910 und 1929 waren die Grundstücke mit der Einlagezahl 574 und 575 vor Errichtung der heute bestehenden Wohnhausanlage Ende der 1960er-Jahre unbebaut.

Die Architektur

Bei der siebengeschoßigen Wohnhausanlage handelt es sich um eine Baulückenschließung aus den späten 1960er-Jahren. Über einem schmalen Sockelband erhebt sich die sowohl farblich als auch durch eine horizontale Nut abgesetzte Erdgeschoßzone, die durch eine aus der Achse gerückte Durchfahrt in den Hof unterbrochen wird. Die übrigen Etagen der schlichten Straßenfront sind als reine Lochfassade ausgebildet und verzichten auf jeglichen plastischen Dekor. Als einzige Gliederung der Fassade dienen eingeschnittene, unterschiedlich breite Fenster, die sechs mittleren Fensterachsen werden mittels horizontaler Farbbänder geschoßweise zusammengefasst. Im Gegensatz zum Straßentrakt sind die beiden Hofflügel nur sechsgeschoßig ausgeführt, die unteren Geschoße bieten jeweils Raum für drei Garagenplätze.

Der Name

Die Karl-Löwe-Gasse, bis 1894 Michalowitzgasse und von 1894-1938 Neuwallgasse, wurde nach dem Komponisten Carl Loewe (1796-1869) benannt. Dieser schrieb vor allem Balladen und Oratorien.

Sanierung

von 2006 bis 2007

Die Wohnhausanlage wurde in den Jahren 2006 und 2007 saniert. Neben der Instandsetzung des Daches umfassten die Arbeiten auch die Erneuerung der Fenster und Türen, und die Fassade wurde teilweise mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dadurch konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden. Außerdem wurde die Anlage an die Fernwärme Wien angeschlossen.

Architekten

Rotraut Hommer - Rotraut Hommer (1923-2001; geb. Friedl, später verh. Haberl) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Graz. Später war sie als selbständige Architektin in Wien tätig. Hier wurden nach ihren Entwürfen unter anderem für die Gemeinde Wien die Wohnhäuser Lorystraße 54-60 in Wien 11 (1964-1966) und Karl-Löwe-Gasse 7-9 in Wien 12 (1967-1969) errichtet.

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