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Klausenburger Straße 33

Fakten

Klausenburger Straße 33

Klausenburger Straße 33, 1100 Wien

Baujahr: 1964-1965

Wohnungen: 99

Architekt: Anton Steflicek

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Im letzten Kriegsjahr des Zweiten Weltkrieges war Favoriten besonders häufig Ziel von Bombenangriffen. Die Häuserzeilen entlang der Troststraße bzw. in unmittelbarer Nähe des heutigen Gemeindebaus (z. B. in der Klausenburger Straße Nr. 28) wurden teilweise komplett zerstört. Nach Ende des Krieges in der Wiederaufbauphase nach 1955 entstanden auf dem weitläufigen Areal neue, teils großzügige Wohnhausanlagen.

Die Architektur

Das fünfgeschoßige Wohnhaus mit abschließendem Satteldach schließt trapezförmig und das leicht fallende Niveau der Straße ausgleichend den vorgegebenen Blockraster um einen geräumigen Innenhof ab; an der Einmündung Klausenburger Straße, Rissaweggasse und Alpengasse wird stirnseitig ein kleiner Straßenvorhof ausgebildet. Die insgesamt sechs Trakte, nach außen sichtbar durch die transparent gehaltenen Stiegenhauskerne, sind hofseitig erschlossen, die Durchfahrt in den Hof befindet sich in der Klausenburger Straße. Die Fassadengliederung ist zurückhaltend durch eine gleichmäßige Achsenreihung gekennzeichnet. Eine vertikale Gliederung wird einerseits durch zwei einachsige, die Eingangssituation flankierende erkerähnliche Vorbauten bewirkt; andererseits sorgen einzelne Balkonreihen mit akzentuierten Wellblechelementen in Rot - hofseitig und zwei Straßenzügen zugewandt (Alpengasse und Rissaweggasse) - für eine Belebung der sonst einfach geputzten und schlicht gestalteten, zeittypischen Fassaden.

... und die Kunst

Der Bildhauer Hans Grützbauch schuf für die Wohnhausanlage 1966 eine Profanplastik aus Naturstein, die den Namen "Vier Kinder" trägt und im Hof gegenüber dem Eingang der Anlage aufgestellt wurde.

Der Name

Die seit 1914 unter diesem Namen existierende Verbindung erhielt ihren Namen nach der damals gleichnamigen Stadt in Siebenbürgen, dem heutigen Cluj in Rumänien.

Sanierung

von 2005 bis 2005

Im Zuge von Sanierungsarbeiten erfolgte 1986/87 unter anderem auch der Anschluss an die Fernwärme Wien. Die Kosten beliefen sich auf 167.656 Euro, davon konnten 134.125 Euro durch Förderungen gedeckt werden. Im Jahr 2005 wurden Fenster erneuert.

Architekten

Anton Steflicek - Anton Steflicek (1909-1988) studierte ab 1931 Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Clemens Holzmeister. Für die Gemeinde Wien entwarf er gemeinsam mit Fritz Judtmann unter anderem den Hans-Binder-Hof in Wien 7 (Lindengasse 61, 1962-1964) und die Wohnhausanlage Vollbadgasse 3-5 in Wien 17 (1953-1957). Nach den Plänen von A. Steflicek erfolgte auch der Wiederaufbau der 1944 durch Bomben schwer beschädigten Antoniuskirche am Antonsplatz in Wien 10.

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