Mobile Version aus nicht mehr nachfragen

Raxstraße 22

Fakten

Raxstraße 22

Raxstraße 22, 1100 Wien

Baujahr: 1963-1965

Wohnungen: 125

Weitere Adressen

Georg-Wilhelm-Pabst-Gasse 1-11, 1100 Wien

Fernkorngasse 94-98, 1100 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Auf dem rechteckigen Grundstück an der Raxstraße/Fernkorngasse befanden sich bis in die späten 1950er-Jahre kleine Handwerksbetriebe, deren Produktionsstätten auf mehrere ehemals vom RAD (Reichsarbeitsdienst) genutzte Holzbaracken verteilt waren.

Die Architektur

Auf der Parzelle Raxstraße/Fernkorngasse/Georg-Wilhelm-Pabst-Gasse wurden auf leicht ansteigendem Terrain vier gleich gestaltete Wohnblöcke mit je 4 Geschoßen und Satteldach errichtet. Zwischen den in Riegelverbauung parallel zur Raxstraße angeordneten Wohnhäusern liegen breite, bepflanzte Grünflächen. Zwischen dem Wohnblock Raxstraße 22 und dem dahinter liegenden Block Fernkorngasse 98 befindet sich ein Pkw-Abstellplatz.

An den Bauten mit symmetrischer Fensteraufteilung entstehen gliedernde Akzente, einerseits durch vertikale farbige Bänder und andererseits im Wechselspiel zwischen den kubisch vortretenden Balkonen und dem leicht vorgezogenen dazwischen liegenden Bauteil. Die Balkone sind an den Südseiten angebracht und zeittypisch mit gewelltem Kunststoff verblendet. An der Nordseite der glatten Fassaden werden die dahinter liegenden Stiegenhäuser durch breite Verglasung angedeutet. Unterschiedliche Farbgebung an den Balkonen und der Fassade lockert das Erscheinungsbild der gesamten Anlage auf.

Der Name

Die Raxstraße ist seit 1932 nach einem der Wiener Hausberge benannt.

Sanierung

von 1988 bis 1989

Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen in den Jahren 1988 und 1989 erfolgte unter anderem auch der Anschluss an die Fernwärme Wien. Die Kosten beliefen sich auf 156.319 Euro, davon konnten 125.055 Euro durch Förderungen gedeckt werden.

  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf Twitter
  • Teilen auf Google+