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Lazarettgasse 13a

Fakten

Lazarettgasse 13a

Lazarettgasse 13a, 1090 Wien

Baujahr: 1958-1960

Wohnungen: 20

Architekt: Walter Köhler

Weitere Adressen

Lazarettgasse 13c, 1090 Wien

Lazarettgasse 13b, 1090 Wien

Wohnen in Wien

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Nach dem Franziszeischen Kataster liegt das um 1830 noch unbebaute Grundstück der heutigen Wohnhausanlage direkt am damals noch offen fließenden Alsbach. Wie der Generalstadtplan von 1912 erkennen lässt, ist der Fluss zu dieser Zeit bereits eingewölbt und an dessen Stelle die Lazarettgasse angelegt. Die Bebauung der neu entstandenen Lazarettgasse begann etwa um 1860. Das heutige Wohnhaus gegenüber dem Allgemeinen Krankenhaus trat an die Stelle eines Gebäudes, das wahrscheinlich zur Poliklinik gehörte.

Die Architektur

Die straßenseitige Fassade der siebengeschoßigen Wohnhausanlage ist durch zwei leicht vorspringende Wandvorlagen in drei Teile gegliedert. An deren untere Enden grenzen die um die Hauseingänge angebrachten Portalmosaike. Die glatte Fassade der Hauptgeschoße wird von scharf eingeschnittenen, zwei- und dreiflügeligen Fenstern, die mit vertieften Putzfaschen versehen sind, rhythmisiert. Lediglich die Reihe der hochrechteckigen, äußerst schmalen, einflügeligen Fenster der ersten Etage sowie jene der Stiegenhäuser weisen keine Putzumrahmungen auf. Die Laibungen der drei Eingangsportale sowie die Türstürze werden von vorspringenden massiven Kunsteineinfassungen umgeben.

... und die Kunst

Zwei Portalfeldmosaike zieren die Fassade des Gebäudes. Das eine stammt von der vielseitigen Künstlerin Emy Ferjanc, geb. 1917 in Wien, und trägt den Titel "Wald", während das andere - "Leben" - von Karl Hauk, 1898-1974, entworfen wurde. Beide Arbeiten datieren aus den Jahren 1958-1960.

Der Name

Die Lazarettgasse trägt seit 1862 ihren Namen. Sie erinnert an die seit dem Mittelalter dort ansässigen Krankenanstalten. Bereits im 13. Jahrhundert wird ein "Siechenhaus" in diesem Stadtteil erwähnt.

Architekten

Walter Köhler - Walter Köhler (1899-1974) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Nach seinem Abschluss war er im Atelier von Georg Rupprecht als Chefarchitekt für die Planung mehrerer Gemeindewohnbauten zuständig. Nach 1945 widmete er sich vor allem Wohnbauprojekten in Wien (z. B. Josef-Haas-Hof in Wien 11 und Lazarettgasse 13a in Wien 9) und in Niederösterreich. Köhler hatte auch Anteil an der Grundriss-Typisierung für den sozialen Wohnbau.

Freie Lokale

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