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Althanstraße 11-13

Fakten

Althanstraße 11-13

Althanstraße 11-13, 1090 Wien

Baujahr: 1956-1958

Wohnungen: 56

Architekt: Ludwig Schmid

Weitere Adressen

Badgasse 4-6, 1090 Wien

Wohnen in Wien

In den 50er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 m² auf 55 m² angehoben.

Geschichte

Die Wohnhausanlage wurde 1956 anstelle eines 1902 erbauten Hauses, das sich in Privatbesitz befand, errichtet. Sie entspricht Assanierungsplänen der 1950er- und 60er-Jahre für Lichtental. Nachträglich verändert hat man die Anlage der Wohnungen Top 2 und 3 in der Stiege 1 sowie Top 12. In der Stiege 3 wurden die Wohnungen Top 3 und 4 zusammengelegt. Umbauten im Zusammenhang mit dem Aufzugsystem veränderten die Stiegenanlage in den 70er-Jahren geringfügig, vor allem in den 80er-Jahren erfolgten Umbauten im Bereich der Geschäftslokale.

Die Architektur

Die siebengeschoßige Wohnanlage erstreckt sich in U-Form zwischen der Althanstraße und der Badgasse. Die zur Straße hin gelegene Fassade der Anlage ist, wie meistens in den 1950er-Jahren, eher schlicht gehalten. Im Erdgeschoß befinden sich Geschäftslokale. Ursprünglich waren vom Architekten fünf Lokale geplant, von denen jedoch nur drei ausgeführt wurden. Die Sockelzone in der Althanstraße ist mit Kunstmarmorplatten verkleidet. Die darüberliegende glatte Fassade wird oberhalb des fünften Geschoßes durch ein Gesims unterbrochen. Dieses Zwischengesims lässt den gesamten Bau ein wenig niedriger wirken, als er tatsächlich ist. Darüber befindet sich ein weiteres Geschoß, das durch das Dachgesims abgeschlossen wird.
Auf der nach Westen gelegenen Seite in der Badgasse ist die Fassade im Bereich des Erdgeschoßes verputzt und unterscheidet sich farblich von den darüberliegenden fünf Wohngeschoßen. In der Althanstraße sind die Fenster wie auch in der Badgasse durch schmale, helle Faschen umrahmt. Die vier Stiegenhäuser werden über einen großzügig angelegten Hof betreten. Der Fassadenteil auf dieser Seite ist mit gelben Fensterfaschen auf hellerem Putz versehen, die Farbwahl an den zur Straße hin liegenden Mauern wird somit umgekehrt - innen und außen werden unterschieden.

Der Name

Die Althanstraße trägt seit 1919 ihren Namen. Bis 1909 wurde die Bezeichnung Althangasse verwendet, dann Franz-Josephs-Bahn-Straße, nach der angrenzenden Bahn, ab 1919 Althanstraße, nach den seit 1685 angrenzenden Besitzungen der Familie Althan, die als Althanvorstadt bezeichnet wurden. Das Palais Althan befand sich an der Stelle des heutigen Franz-Josefs-Bahnhofs. Der Name Althanstraße nimmt im Speziellen Bezug auf Graf Gundacker Ludwig Josef Althan, der viel zum Ausbau der Althanvorstadt beigetragen hat.

Architekten

Ludwig Schmid - Wiener Stadtbauamt - MA19

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