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Galileigasse 4

Fakten

Galileigasse 4

Galileigasse 4, 1090 Wien

Baujahr: 1875-1875

Wohnungen: 10

Architekt: unbekannt unbekannt

Wohnen in Wien

Im 19. Jahrhundert wuchs als Folge der massiven Industrialisierung die Arbeiterschicht stark an, die Einwohnerzahl Wiens explodierte, vor allem auch durch den Zuzug aus den ländlichen Gebieten der Donaumonarchie. Die nötigen Wohnungen wurden nahezu ausschließlich von Privaten gewinnorientiert gebaut. Mietskasernen mit so genannten "Bassena-Wohnungen" - Zimmer, Küche, Wasser und WC auf dem Gang - entstanden. Viele mussten diese kleinen Wohnungen (zwischen 20 und 30 Quadratmetern) noch mit Bettgehern und Untermietern teilen, um die Miete zahlen zu können. In den Jahren des Ersten Weltkrieges stagnierte die Bautätigkeit.

Geschichte

Schon als es errichtet wurde, lag dieses Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft von Einrichtungen der Stadt Wien wie zum Beispiel dem städtischen Waisenhaus. Vom Bauherrn ging das Haus mehrmals auf andere private Besitzer über, ehe die Stadt Wien es 1951 erwarb. Die Einreichpläne waren jedoch schon sehr früh verloren gegangen, weshalb die Erbauungszeit nicht genau festzustellen ist und der Name des Architekten unbekannt blieb.

Die Architektur

Das gründerzeitliche Haus verfügt über sechs Achsen. Die Anordnung der Straßenfassade ist nicht streng symmetrisch, da der Eingang nicht zentral angelegt wurde, sondern aus der Mitte leicht nach rechts in die dritte Achse verschoben ist. Das Gebäude verfügt über fünf Geschoße. Parterre und erster Stock sind optisch zusammengefasst und von den drei oberen Etagen durch ein Gesims getrennt. Das Erdgeschoß ist heute etwas dunkler gestrichen als die höher gelegenen Teile des Bauwerks. In dieser Sockelzone ist die Fassade auch noch in der ursprünglichen Weise genutet. Dabei handelt es sich um den letzten Rest der ehemaligen Fassadendekoration, die an den anderen Frontpartien des Bauwerks weitgehend entfernt wurde. Dadurch wirkt die Fassade heute sehr viel schlichter und zurückhaltender als zur Zeit ihres Entstehens. Lediglich die Fenster sind durch leicht vorspringende Umrahmungen abgehoben.

Der Name

Die Galileigasse wurde 1870 nach dem italienischen Mathematiker und Astronomen Galileo Galilei (1564-1642) benannt. Am schiefen Turm von Pisa führte er sein berühmten Fallversuche durch. Er benutzte das Fernrohr zur Erforschung des Himmels und machte zahlreiche Entdeckungen von Naturgesetzen, die ihn schließlich in Konflikt mit der herrschenden kirchlichen Lehre brachten.

Sanierung

von 1988 bis 1989

In der Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1988 und 1989 eine Sockelsanierung durchgeführt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 785.884 Euro und konnten vollständig durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

unbekannt unbekannt -

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