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Auerspergstraße 19

Fakten

Auerspergstraße 19

Auerspergstraße 19, 1080 Wien

Baujahr: 1762

Wohnungen: 4

Architekt: Franz Reumann

Wohnen in Wien

Nach dem endgültigen Zurückdrängen des Osmanischen Reiches konnte in Wien mit dem Wiederaufbau begonnen werden; die Stadt wurde weitgehend barockisiert, vor allem in den Vorstädten setzte rege Bautätigkeit ein.
Im 18. Jahrhundert veranlassten insbesondere die Maßnahmen Josephs II. Veränderungen im Stadtbild, die Stadtverwaltung wurde 1783 modernisiert, eigene Beamte (der Magistrat) wurden eingeführt. Die Auflassung zahlreicher Klöster und Friedhöfe in der Stadt schufen neue Bauplätze.
Auch die Einführung der ersten Hausnummern (Konskriptionsnummern) sowie die Entwicklung der Kanalisation und Straßenreinigung fallen in diese Zeit.

Geschichte

Das 1762 erbaute Wohnhaus "Zum goldenen Lamm" wurde als ensembletypische Anlage errichtet und besaß ursprünglich einen von gärtnerischer Hand gestalteten, Innenhof. In den 1970er-Jahren wurde an der hinteren Grundstücksgrenze ein Stiegenhaus errichtet, das zu dem im zweiten Kellergeschoß des Nachbarhauses Nr. 17 gelegenen, neu gegründeten Kellertheater "Theater beim Auersperg" führte. Das Theater ging vor einigen Jahren in Konkurs und wird seit Juli 2006 von den "Brennesseln", einer seit 1981 bestehenden Kleinkunstbühne, unter der Adresse Auerspergstraße 19 weiter genützt.

Die Architektur

Der in seiner ursprünglichen Form weitgehend erhalten gebliebene Miethaus-Komplex des barocken Bürgerhauses wurde auf lang gestreckter Bauparzelle mit Straßentrakt und quer liegendem Hoftrakt angelegt. Das fünfgeschoßige Gebäude besitzt ein Satteldach und ein vorkragendes Hauptgesims mit geradem Abschluss. Die straßenseitige Fassade ist durch vier Achsen mit zweiflügeligen Sprossenfenstern gegliedert.
1848 erhielt das Haus nach Plänen von Franz Reumann eine neue, schlichte Putzfassade, akzentuiert durch eine mittig gelegene Balkonveranda im ersten Obergeschoß, die zwei Fensterlängen umfasst.
Das Wohnhaus ist über das Hauptportal und das schmale Foyer zugänglich. Die innere Erschließung erfolgt über ein ebenso schmales Stiegenhaus mit original erhalten gebliebener Schneckenstiege; pro Etage wird jeweils eine Wohnung erschlossen. Im Erdgeschoßbereich sind noch Reste einer Wandbemalung zu erkennen.

... und die Kunst

Besonders auffallend ist die gut erhaltene, von Puttenallegorien geprägte Deckendekoration im Foyer. Die Verzierungen an den Seitenwänden hingegen erscheinen durch die Jahre bereits verblasst. Ebenso nicht mehr vorhanden ist die Gipsfigur "Tschinellen spielender Faun" am Treppenansatz.

Der Name

Benannt wurde die Auerspergstraße und das sich ein paar Häuserblocks weiter befindliche Palais nach Fürst Johann Adam Auersperg (1721-95), der 1781 das schon seit ca. 1710 bestehende Palais kaufte und durch italienische Künstler ausschmücken ließ.

Architekten

Franz Reumann - Keine biografischen Daten vorhanden.

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