Mobile Version aus nicht mehr nachfragen

Gutenberggasse 17

Fakten

Gutenberggasse 17

Gutenberggasse 17, 1070 Wien

Baujahr: 1780

Wohnungen: 4

Architekt: unbekannt unbekannt

Wohnen in Wien

Nach dem endgültigen Zurückdrängen des Osmanischen Reiches zu Ende des 17. Jahrhunderts konnte in Wien und seinen zerstörten Vorstädten mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Die stark einsetzende Bautätigkeit hatte eine Barockisierung des Stadtbildes zur Folge. Die weitreichenden Reformen unter Joseph II. führten 1783 auch zur Modernisierung der Stadtverwaltung. Die Einführung der ersten Hausnummern (Konskriptionsnummern) sowie die Entwicklung der Kanalisation und Straßenreinigung fallen in diese Zeit. Die Auflassung zahlreicher Klöster und Friedhöfe schuf zudem neue Bauplätze.

Geschichte

1525 erwarb das Bürgerspital die Weidelandgründe im Bereich des heutigen Spittelbergs, die in der Folge von Gastarbeitern besiedelt wurden. Die heranwachsende Dorfgemeinschaft wurde allerdings während der zweiten Türkenbelagerung 1683 vollkommen zerstört. Bei der Wiederbesiedlung um 1700 wurde das Gelände zwischen Burggasse, Stiftgasse, Siebensterngasse und Breite Gasse durch vier parallele Straßen erschlossen, in enge, seichte Parzellen aufgeteilt und dicht verbaut. Bezeichnet wurde das Gebiet als Spittelberg nach seiner Grundherrschaft - dem Bürgerspital. Der barocke Baubestand des im Laufe der Geschichte übel beleumundeten Vergnügungsviertels ist streckenweise nahezu lückenlos überliefert und wurde ab 1975 aufwändig restauriert und revitalisiert.

Die Architektur

Die Fassade des Hauses mit acht Fensterachsen wird im ersten und zweiten Stockwerk durch Riesenlisenen gegliedert. Dadurch entsteht eine optische Verbindung der beiden oberen Geschoße. Erschlossen werden die oberen Geschoße mit jeweils zwei Wohnungen über eine Wendeltreppe im linken Hoftrakt, die zu Pawlatschen (Balkonen) führt. Diese Art der Geschoßerschließung war lange Zeit typisch vor allem für Häuser in der Vorstadt. Der rechteckige Hof ist auf die Spittelberggasse hin offen. Im Erdgeschoß befinden sich zwei Lokale, die über den Hauseingang zugänglich sind. Die Plattenstilfassade aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts zählt zu den am reichsten gegliederten am Spittelberg.

Der Name

Als historischer Hausname für die Gutenberggasse 17 ist "Zum schwarzen Elephanten" überliefert. Die Gasse selbst erhielt ihren Namen 1862 nach dem Erfinder des Buchdrucks, Johann Gutenberg.

Sanierung

von 1976 bis 1978

Die Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1976 bis 1978 saniert. Neben der Neudeckung des Daches umfassten die Arbeiten auch die Instandsetzung der Fassade und die Erneuerung der Fenster und Türen.

Architekten

unbekannt unbekannt -

  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf Twitter
  • Teilen auf Google+