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Kirchberggasse 11-15

Fakten

Kirchberggasse 11-15

Kirchberggasse 11-15, 1070 Wien

Baujahr: 1720

Wohnungen: 14

Architekt: unbekannt unbekannt

Wohnen in Wien

Nach dem endgültigen Zurückdrängen des Osmanischen Reiches zu Ende des 17. Jahrhunderts konnte in Wien und seinen zerstörten Vorstädten mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Die stark einsetzende Bautätigkeit hatte eine Barockisierung des Stadtbildes zur Folge. Die weitreichenden Reformen unter Joseph II. führten 1783 auch zur Modernisierung der Stadtverwaltung. Die Einführung der ersten Hausnummern (Konskriptionsnummern) sowie die Entwicklung der Kanalisation und Straßenreinigung fallen in diese Zeit. Die Auflassung zahlreicher Klöster und Friedhöfe schuf zudem neue Bauplätze.

Geschichte

1525 erwarb das Bürgerspital die Weidelandgründe im Bereich des heutigen Spittelbergs, die in der Folge von Gastarbeitern besiedelt wurden. Die heranwachsende Dorfgemeinschaft wurde allerdings während der zweiten Türkenbelagerung 1683 vollkommen zerstört. Bei der Wiederbesiedlung um 1700 wurde das Gelände zwischen Burggasse, Stiftgasse, Siebensterngasse und Breite Gasse durch vier parallele Straßen erschlossen, in enge, seichte Parzellen aufgeteilt und dicht verbaut. Bezeichnet wurde das Gebiet als Spittelberg nach seiner Grundherrschaft - dem Bürgerspital. Der barocke Baubestand des im Laufe der Geschichte übel beleumundeten Vergnügungsviertels ist streckenweise nahezu lückenlos überliefert und wurde ab 1975 aufwändig restauriert und revitalisiert.

Die Architektur

Der Kern des ältesten der drei barocken Vorstadthäuser, der Kirchberggasse 13, geht auf das Ende des 17. Jahrhunderts zurück. Für die Kirchberggasse 15 ist das Jahr 1702 überliefert, die Fassade wurde jedoch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verändert. Im Gegensatz zu den durch Riesenpilaster gegliederten Fassaden der Kirchberggasse 11 und 13 ist diese Front in der Mitte durch ein horizontal verlaufendes Gesims strukturiert, wodurch ein Kontrast zur vertikalen Ausrichtung der beiden anderen Fassaden entsteht. Von den drei Gebäuden steht derzeit nur die Kirchberggasse 11 unter Denkmalschutz.

Der Name

Im Gegensatz zu vielen klassischen Gemeindebauten wurden die revitalisierten Häuser am Spittelberg nicht mit Namen bedacht. Für die Häuser in der Kirchberggasse 11-15 sind jedoch historische Hausnamen überliefert: "Zum weißen Kreuz", "Zum Goldenen Pfau", "Zur Schiffsmühle". Die Gasse selbst wurde nach Wolf von Kirchberg (gestorben um 1498), dem Pächter eines Grundes der Vorstadt Spittelberg, benannt.

Sanierung

von 1982 bis 1984

In der Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1982 bis 1984 eine Sockelsanierung durchgeführt. Neben der Neudeckung des Daches umfassten die Arbeiten auch die Instandsetzung der Fassade und die Erneuerung der Fenster und Türen. Dadurch konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden.

Architekten

unbekannt unbekannt -

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