Mobile Version aus nicht mehr nachfragen

Siedlung Rodaun

Fakten

Siedlung Rodaun

Breitenfurter Straße 437, 1230 Wien
An der Liesing 2-34, 1230 Wien
An der Liesing 48a, 1230 Wien

Baujahr: 1950

Wohnungen: 314

Architekt: Josef Seeberger

Weitere Adressen

An der Liesing 40-48, 1230 Wien

Breitenfurter Straße 451-453, 1230 Wien

An der Liesing 36-38, 1230 Wien

Breitenfurter Straße 439-441, 1230 Wien

Breitenfurter Straße 443-445, 1230 Wien

Breitenfurter Straße 447-449, 1230 Wien

Breitenfurter Straße 457, 1230 Wien

Breitenfurter Straße 459-461, 1230 Wien

Breitenfurter Straße 463-465, 1230 Wien

An der Liesing 5-19, 1230 Wien

Breitenfurter Straße 455, 1230 Wien

An der Liesing 26-34, 1230 Wien

An der Liesing 1-3, 1230 Wien

Willergasse 13-21, 1230 Wien

Breitenfurter Straße 467-471, 1230 Wien

An der Liesing 2-14, 1230 Wien

Wohnen in Wien

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 m² auf 55 m² angehoben.

Geschichte

Das Wohnhaus liegt direkt an der Liesing in der Katastralgemeinde Rodaun, die seit dem 19. Jahrhundert als beliebter Sommerfrischeort und Weinanbaugebiet galt. Das Gebäude gehört zu den rund 2.045 Neubauten der Stadt Wien, die in der Wiederaufbauphase der Nachkriegsjahre erbaut wurden. An der Stelle der Breitenfurter Straße, wo heute das Wohnhaus zwischen Liesingbach und der Siedlung Rodaun liegt, entstanden 1939 erstmals Behelfsheimbauten für Bombenopfer, die nie fertig gestellt wurden. 1948 wurde die Anlage zu einer dauerhaften Wohnhausanlage mit 325 Wohnungen, drei zentralen Waschküchen, einem Kindergarten und Hort sowie sechs Geschäftslokalen umgebaut, die auch dem Wohnhaus An der Liesing 48a zugute kommen. 1991 wurden in der unmittelbaren Nähe drei weitere Geschäftslokale, zwei Ordinationen und ein Postamt errichtet.

Die Architektur

Das Wohnhaus, das über zwei Geschoße und einen Keller verfügt, liegt mit seinen insgesamt drei Wohnungen (zwei im 1. Stock, eine im Dachgeschoß) nur wenige 100 Meter vom begrünten Naherholungsgebiet des Liesingbachs entfernt. Das Gebäude besteht aus einem einfach gegliederten Baukörper mit einer klaren und schlichten Fassade ohne jegliche funktionale oder dekorative Elemente. Das Hauptaugenmerk der Architektur liegt auf der harmonischen Synthese des Gebäudes mit der umliegenden Natur und seiner unauffälligen Platzierung im Landschaftsbild. Nur das Walmdach mit der über vier Fenster reichenden Gaupe setzt an der Ostseite des Hauses einen klaren Akzent.

... und die Kunst

Die in Holz gefasste Eingangstür an der Westseite, die zum Stiegenhaus und zu den Wohnungen führt, ist mit Pressglas hinterlegt und mit einem kunstvollen Eisengitter versehen.

Der Name

Der Name "An der Liesing" besteht seit 1947 und hat seinen Ursprung in der Nähe zum Schutzgebiet Liesingbach. Dieses wertvolle Naherholungsgebiet im Süden Wiens verfügt über ein weites Netz an Fahrrad- und Fußwegen mit Quervernetzungen und Anbindungen zu anderen Grünbereichen.

Sanierung

von 1988 bis 1992

In der Siedlung Rodaun wurde in den Jahren 1988 bis 1992 eine Sockelsanierung durchgeführt. Neben der Neudeckung des Daches umfassten die Arbeiten auch die Erneuerung der Fenster und Türen, und die Fassade wurde mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dadurch konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden. Außerdem wurde die Anlage an die Fernwärme Wien angeschlossen. Die Kosten beliefen sich auf 6.021.671 Euro und konnten vollständig durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

Josef Seeberger - Josef Seeberger (1910-1981) studierte von 1928 bis 1935 an der Technischen Hochschule Wien, wo er 1938 auch promovierte. Für die Gemeinde Wien entwarf er von den 1950er- bis in die 1970er-Jahre zahlreiche Wohnhausanlagen, wie etwa den Karl-Czernetz-Hof in Wien 15, Clementinengasse 11-17 (1976-1978), und die Wohnhäuser Magdalenenstraße 3-7 in Wien 6 (1964-1966) und Breitenfurter Straße 437 in Wien 23 (1950).

  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf Twitter
  • Teilen auf Google+