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Liniengasse 27

Fakten

Liniengasse 27

Liniengasse 27, 1060 Wien

Baujahr: 1986-1988

Wohnungen: 22

Wohnen in Wien

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Geschichte

Auf dem Grundstück Liniengasse 27 stand ursprünglich ein 1842 errichtetes Wohnhaus. Die Abbruchgenehmigung für dieses dreigeschoßige Gebäude mit 15 Wohnungen, einem Lokal und einem Lagerraum stammt aus dem Jahr 1983. Bereits kurz danach wurde die Baugenehmigung für das heutige Wohnhaus erteilt.

Die Architektur

Die sechsgeschoßige, weit hinter die Baulinie gerückte Wohnhausanlage mit reich begrüntem Vorgarten weist gegen die Liniengasse sechs zu Zweiergruppen zusammengefasste Fensterachsen auf. Im obersten Geschoß ist das mit großen Regenkästen versehene Dach zwischen die Fenstergruppen herabgezogen, sodass ein zinnenartiger Eindruck entsteht. Ein zurückspringender einachsiger Bauteil an der rechten Gebäudegrenze beherbergt sowohl den Eingang in die Wohnhausanlage als auch den Durchgang zum Hof, welcher zudem eine Verbindung zur an die Rückseite des Grundstücks angrenzenden Sonnenuhrgasse darstellt. Die scharf eingeschnittenen Fenster des Gebäudes sind abwechselnd ein- und zweiflügelig angeordnet. Malereien mit vegetabilen Rankmotiven sowie fliegenden Vögeln zieren die sonst weiße, glatte Fassade.

Der Name

Die Liniengasse - davor Feldgasse - trägt ihren heutigen Namen seit dem Jahr 1862. Er geht auf den Linienwall, eine Befestigungsanlage zum Schutz der Vorstädte, zurück. Diese im Bereich des heutigen Gürtels angelegte Wehranlage diente zu Verteidigungszwecken sowie später auch als Steuergrenze.

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