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Magdalenenstraße 13

Fakten

Magdalenenstraße 13

Magdalenenstraße 13, 1060 Wien

Baujahr: 1969-1969

Wohnungen: 26

Architekt: Johann (Hanns) Hack

Weitere Adressen

Linke Wienzeile 82, 1060 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

In der Magdalenenstraße befand sich einst ein für das Mariahilfer Stadtbild charakteristisches Elendsviertel, im Volksmund das "Ratzenstadl" genannt. Die ehemalige dörfliche Verbauung im einstigen Vorort Magdalenengrund war einfachster Bauart und zog sich terrassenartig von der Kaunitzgasse zur Magdalenenstraße. Handwerker, kleine Gewerbetreibende und Arbeiter waren gezwungen, unter sehr ärmlichen Bedingungen zu leben, so dass erste Sanierungsmaßnahmen bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gesetzt wurden (Eröffnung der Eggerthgasse 1902 und Verlegung der Dürergasse).

Die Architektur

Das Gebäude besteht aus zwei Wohntrakten, die längs der Magdalenenstraße und der Linken Wienzeile angeordnet sind und einen schmalen Hof begrenzen. Der Hof zwischen den Gebäuden wird als Stellplatz für PKW genützt und fungiert gleichzeitig als Durchgang zwischen den beiden Wohntrakten. Die Gebäude zusammen umfasst bei zwei Stiegenhäusern 26 Wohnungen und zwei Magazine. Die Front in der Magdalenenstraße ist sechsgeschoßig und wird über sechs Achsen gegliedert. Die unterschiedlichen Fensteröffnungen sind symmetrisch angeordnet, die Putzfassade ist glatt und einfärbig, das Hauptgesims ist vorkragend und schließt die Fassade nach oben hin ab. An der rechten Straßenseite dient eine weite Öffnung als Hofeinfahrt. An der Innenfront des Wohnhauses Magdalenenstraße überspannt ein Mittelrisalit drei Fensterachsen und sechs Geschoße. Als Pendant zum gegenüberliegenden siebengeschoßigen Wohntrakt wurde ein sechsgeschoßiger Vorbau an der Innenfront der Linken Wienzeile geschaffen, der Eingangs- und Durchgangsbereich ist dadurch zurückversetzt. Die schlichte Fassade an der Linken Wienzeile wird durch einen dreiachsigen Mittelrisalit, der über sechs Geschoße reicht, aufgelockert. Charakteristisch für den Baukörper ist die schlichte Putzfassade, die ohne Ornamentierung, allein durch die Proportion der Öffnungen gegliedert wird, sodass durch die Gruppierung der Öffnungen die innere Raumverteilung bereits am Außenbau ersichtlich wird.

Der Name

Die heutige Magdalenenstraße, zwischen Kaunitzgasse und Linker Wienzeile gelegen, besteht seit dem Jahre 1862 und hieß vorher zu einem Teil Untere Wehrgasse und zum anderen Schnellgasse. Nach dem ehemaligen Vorort "Magdalenengrund" (bereits seit 1756 urkundlich erwähnt) und der dort gelegenen Magdalenenkirche benannt, ist sie der älteste Teil des heutigen 6. Wiener Gemeindebezirkes. Die frühere Magdalenenstraße ist die heutige Linke Wienzeile.

Sanierung

von 2015 bis 2017

Die Wohnhausanlage wird derzeit saniert. Das Dach wird instand gesetzt, die Fenster und Türen getauscht bzw. erneuert und die Fassade wird gedämmt. Dadurch werden die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Umweltbelastung gesenkt. Außerdem werden die Aufzüge nachgerüstet, die Haustechnik erneuert sowie ein Fahrradabstellplatz installiert.

Architekten

Johann (Hanns) Hack - Johann Hack (1918-1988) studierte von 1936 bis 1940 Architektur an der Technischen Hochschule Wien, wo er 1942 mit der 2. Staatsprüfung abschloss. Für die Gemeinde entwarf er unter anderem das Wohnhaus Magdalenenstraße 13 in Wien 6 (1969) und zusammen mit Rudolf K. Peschel die Anlage Ostmarkgasse 48 in Wien 21 (1951/52).

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