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Dominikanergasse 5

Fakten

Dominikanergasse 5

Dominikanergasse 5, 1060 Wien

Baujahr: 1951-1953

Wohnungen: 18

Architekt: Karl Maria Lang

Wohnen in Wien

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Laut Bauakten im Bezirksalmanach wurde die kleine Wohnhausanlage in der Dominikanergasse 5 anstelle eines alten, zweigeschoßigen Gebäudes errichtet. Im Franziszeischen Kataster sowie im Generalregulierungsplan von 1912 lässt sich jedoch lediglich der Bestand eines Seitenflügelhauses nachweisen.

Die Architektur

Die schlichte Wohnhausanlage im Stil der frühen Nachkriegszeit ist optisch in drei Bauteile gegliedert. Das fünfgeschoßige Stiegenhaus - zentral und leicht hinter die Baulinie versetzt - wird straßenseitig von zwei baugleichen niedrigeren Blöcken flankiert. Mit Ausnahme des Stiegenhauses weisen alle Fenster Putzrahmen auf, jene des etwas höher ausgebildeten Treppenhauses sind mit einer Nut zusammengefasst. Eine dreifach abgestufte Kunststeineinfassung betont den mittig gelegenen Hauseingang. Die Sockelzone hebt sich durch eine gröbere Putzstruktur vom übrigen Baukörper ab.

Der Name

Die Dominikanergasse wurde 1827 erstmals erwähnt, das genaue Benennungsdatum ist unbekannt. Dem Dominikanerorden gehörte von 1606 bis 1777 eine Mühle an der Wien.

Sanierung

von 2015 bis 2016

In der Wohnhausanlage wurden von 2015 bis 2016 verschiedene Sanierungsarbeiten durchgeführt. Das Dach wurde instandgesetzt, die Fenster und Türen getauscht, ein Aufzug installiert und eine Wärmedämmfassade angebracht. Dadurch werden die Mietkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Umweltbelastung gesenkt. Die Gesamtbaukosten betrugen 663.000 Euro, wobei ein Landeszuschuss von 218.978 Euro gewährt wurde.

Architekten

Karl Maria Lang - Karl Maria Lang (1894-1956) war vor allem in den späten 1940er- und frühen 1950er-Jahren am Wohnbauprogramm der Gemeinde Wien beteiligt. Nach seinen Entwürfen wurden unter anderem die Wohnhausanlagen Dominikanergasse 5 in Wien 6 (1951-1953), O’Brien-Gasse 25-27 in Wien 21 (1948/49), sowie der in einer Arbeitsgemeinschaft mit Emil Hoppe geplante Alois-Glauber-Hof in Wien 23, Erlaaer Straße 3-9 (1953/54), errichtet.

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