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Spengergasse 47

Fakten

Spengergasse 47

Spengergasse 47, 1050 Wien

Baujahr: 1876-1876

Wohnungen: 12

Architekt: unbekannt unbekannt

Weitere Adressen

Margaretenstraße 117, 1050 Wien

Wohnen in Wien

Im 19. Jahrhundert wuchs als Folge der massiven Industrialisierung die Arbeiterschicht stark an, die Einwohnerzahl Wiens explodierte, vor allem auch durch den Zuzug aus den ländlichen Gebieten der Donaumonarchie. Die nötigen Wohnungen wurden nahezu ausschließlich von Privaten gewinnorientiert gebaut. Mietskasernen mit so genannten "Bassena-Wohnungen" - Zimmer, Küche, Wasser und WC auf dem Gang - entstanden. Viele mussten diese kleinen Wohnungen (zwischen 20 und 30 Quadratmetern) noch mit Bettgehern und Untermietern teilen, um die Miete zahlen zu können. In den Jahren des Ersten Weltkrieges stagnierte die Bautätigkeit.

Geschichte

Das Mietshaus in der Spengergasse 47 wurde 1876 in einem gründerzeitlichen Viertel auf einem rasterförmig angelegten und systematisch parzellierten Areal in der Nähe des Bacherplatzes errichtet. Der Platz selbst ist seit 1871 nach dem verstorbenen Gärtner und Armenrat Leopold Bacher benannt. Die umliegenden Wohnhäuser sind in ihrer ursprünglichen Form und Fassadengestaltung weitgehend erhalten und ergeben in ihrer Gesamtheit ein sehr heterogenes Straßenbild. Das 1863 erbaute Nachbarhaus in der Margaretenstraße 119 wurde allerdings vor zehn Jahren abgerissen und im Jahr 2000 durch einen Neubau ersetzt. 1989 erfolgten umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, wobei im Seitenflügelhaus unter anderem auch ein Aufzug eingebaut wurde.

Die Architektur

Die viergeschoßige Anlage mit ausgebautem Kellergeschoß umschließt mit ihrem L-förmigen Grundriss die Eckparzelle Spengergasse/Margaretenstraße. Der Eingang in das Stiegenhaus befindet sich seitlich in der Spengergasse, im Erdgeschoß sind Geschäftslokale untergebracht. An der abgeschrägten Hausecke liegt der Eingang zu einem Kaffeehaus.

Das Gebäude ist klassisch dreigeteilt, die Fassaden werden horizontal durch umlaufende Gesimsbänder in den Stockwerken gegliedert. Ein leicht aus der Fassadenflucht hervorspringender Eckrisalit betont die Gebäudeecke. Durch die Modernisierung in den 1980er-Jahren erscheinen die acht und neun Achsen breiten Straßenfronten dezent und zurückhaltend, lediglich einfache Fensterumrahmungen und gerade Verdachungen an der Gebäudeecke zieren die Fenster in den oberen Geschoßen. Die andersfarbige Erdgeschoßzone weist hingegen noch auf ihre ursprüngliche Nutung hin. Aufgrund der eng angrenzenden Nachbarhäuser ergibt sich lediglich ein kleiner Innenhof, der jedoch als Grünraum mit Sitzgelegenheit gestaltet wurde.

Der Name

Die Spengergasse, die Ende des 19. Jahrhunderts von der Stolberggasse bis zur Schönbrunner Straße verlängert wurde, besteht seit zirka 1830. Benannt wurde sie nach dem Gastwirt Melchior Spenger (1676-1752), einstiger Ortsrichter von Magdalenengrund und Mariahilf.

Sanierung

von 1988 bis 1989

Die Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1988 und 1989 gänzlich saniert. Die Arbeiten umfassten eine Neudeckung des Daches sowie die Instandsetzung von Fassade, Fenstern und Türen. Die Kosten beliefen sich auf 1.037.332 Euro und konnten vollständig durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

unbekannt unbekannt -

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