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Margaretenstraße 36

Fakten

Margaretenstraße 36

Margaretenstraße 36, 1040 Wien

Baujahr: 1969-1970

Wohnungen: 19

Architekt: Gustav Hoppe

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Der begrünte Hof der Wohnhausanlage ist Teil des so genannten "Planquadrat Garten", eines etwa 5.400 m² großen Areals angrenzender Hofflächen in der Mitte des Häuserblocks Margaretenstraße/Preßgasse/Mühlgasse/Schikanedergasse, das zu einem großen Gemeinschaftspark mit Kinderspielplätzen umgestaltet wurde.

Die Architektur

Das kleine fünfgeschoßige Wohnhaus im Stil der späten 1960er-Jahre wurde von Gustav Hoppe errichtet - jenem Architekten, der auch für den gegenüberliegenden Bau in der Margaretenstraße 31 verantwortlich zeichnet. Die Erdgeschoßzone der schlichten fünfachsigen Anlage wird von einer an der rechten Gebäudegrenze liegenden Hofdurchfahrt sowie einem durchfensterten Geschäftslokal dominiert, darüber erhebt sich die klare ornamentlose Front der Wohngeschoße. Die glatte Lochfassade mit den typischen querrechteckigen Fenstern dieser Zeit ist durch zwei horizontale Nuten gedrittelt, eine vertikale Gliederung erfolgt durch die Anordnung hochrechteckiger Fenster in der Mittelachse. Den oberen Abschluss bildet ein leicht vorspringendes Kranzgesims.

Der Name

Die Margaretenstraße, eine der wichtigsten Ausfallstraßen Wiedens und Margaretens, besteht bereits seit etwa 1700. Ihren heutigen Namen hat sie erst seit 1850, zuvor trug sie unter anderem die Bezeichnungen Adlergasse, Neu-Wiedner Straße, Griesgasse, Reinprechtsdorfer Hauptstraße, Obere Schlossgasse, Ziegelgasse und Obere Bräuhausgasse.

Architekten

Gustav Hoppe - Gustav Hoppe war der Sohn von Paul Hoppe, einem bekannten Wiener Architekten. Nach seiner Ausbildung im Büro des Vaters studierte er ab 1919 Bauingenieurwesen bei Rudolf Salinger und Prof. Carl Mayreder an der TH Wien. Er übernahm das väterliche Baubüro. Zwischen 1928 und 1946 war Gustav Hoppe Assistent am Institut für Baukonstruktion und Baumechanik. Er wurde zum Baurat ernannt. Während des Zweiten Weltkrieges war er für verschiedene Rüstungsbauten zuständig. Danach war er vor allem im Wohnbausektor tätig. Er entwarf unter anderem eine Wohnhausanlage am Migazziplatz, Wien XII. (1952), sowie zusammen mit Erwin Böck eine Wohnanlage in der Schüttaustraße, Wien XXII. (1955/56), und eine Wohnanlage in der Hernalser Hauptstraße 98, Wien XVII. (1949/50).

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