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Favoritenstraße 43

Fakten

Favoritenstraße 43

Favoritenstraße 43, 1040 Wien

Baujahr: 1956-1956

Wohnungen: 12

Architekt: Leonhard G. Schöppler

Wohnen in Wien

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Zahlreiche Wohnungen in Wien wurden während des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigt, daher war die Zeit des Wiederaufbaus vor allem durch die vorherrschende Wohnungsknappheit geprägt. Auch noch in den 1950er-Jahren wurden schmucklose Fassadengestaltungen und aufgrund des Platzmangels hohe Wohnblöcke bevorzugt.

Das zuvor an der Stelle gelegene Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg gänzlich zerstört.

Die Architektur

Wo die Favoritenstraße leicht ansteigt und in den Südtiroler Platz mündet, fügt sich das Wohnhaus zwischen zwei weiteren Wohnbauten aus derselben Zeit ein. Die schlichte und einheitliche Gestaltung der Fassade ist typisch für Wohnbauten der 1950er-Jahre. Ein Gesims zwischen dem untersten Geschoß und der restlichen Fassade sorgt für eine zurückhaltende Gliederung. Über dem Erdgeschoß, in dem ein Geschäftslokal untergebracht ist, erstrecken sich in neun regelmäßigen Achsen die sechs Stockwerke. Der Wohnbau wird von einem Satteldach nach oben hin abgeschlossen. Im ausgebauten Dachgeschoß befinden sich zwei Dacherker mit jeweils drei Fenstern.

Der Name

Die Straße, in der der Wohnbau steht, ist seit 1903 nach dem kaiserlichen Lustschloss Favorita, dem heutigen Theresianum, benannt. Davor wurde sie Kaiserallee oder auch Kaiserweg und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Favoriten-Linienstraße bezeichnet. Der ursprüngliche Zweck der Straße war, eine Verbindung zwischen dem Sommersitz und den kaiserlichen Gründen auf dem Laaer Berg zu erhalten.

Sanierung

von 1990 bis 1992

Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen in den Jahren 1990 bis 1992 wurde die Wohnhausanlage unter anderem auch mit neuen Schallschutzfenstern ausgestattet. Die Kosten beliefen sich auf 60.682 Euro, davon konnten 43.084 Euro durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

Leonhard G. Schöppler - Leonhard G. Schöppler (1888-1967) plante für die Gemeinde Wien im Zuge des Wiederaufbaus mehrere Wohnhäuser, wie etwa Nobilegasse 36 in Wien 15 (1949/50), Favoritenstraße 45 in Wien 4 (1951) und Fenzlgasse 31 in Wien 14 (1957-1959).

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