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Margaretenstraße 46

Fakten

Margaretenstraße 46

Margaretenstraße 46, 1040 Wien

Baujahr: 1952-1956

Wohnungen: 23

Architekt: Franz Wafler sen.

Wohnen in Wien

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Das ehemals im Besitz der Julius und Theresia Hönig'schen Stiftung stehende Wohnhaus in der Margaretenstraße 46 wurde im Zweiten Weltkrieg durch einen Bombentreffer zerstört. Erste Pläne zum Bau der heute bestehenden Anlage entstanden bereits 1952, die Aufzüge wurden erst über 20 Jahre nach Errichtung des Hauses, im Jahr 1979, eingebaut.

Die Architektur

Beim fünfstöckigen Wohnhaus von Franz Wafler in der Margaretenstraße handelt es sich um einen kleinen Straßentrakt mit 23 Wohnungen und 2 Geschäftslokalen. Ein schmales Gesimsband grenzt die Geschäftszone gegen die Wohngeschoße ab, auch das bereits seit der Errichtungszeit ausgebaute Dachgeschoß ist mittels eines Gesimses optisch von den Hauptgeschoßen getrennt. Die glatt verputzte Lochfassade erhält ihre Gliederung ausschließlich durch unterschiedliche Fensterlösungen, wobei ab dem 2. Stockwerk in den beiden äußeren Achsen anstelle der dreiflügeligen Fenster französische Fenster eingebaut wurden. Das zentrale Eingangsportal der Wohnhausanlage ist mit Steingewänden aus Mannsdorfer Sandstein versehen.

Der Name

Die Margaretenstraße, eine der wichtigsten Ausfallstraßen Wiedens und Margaretens, besteht bereits seit etwa 1700. Ihren heutigen Namen hat sie erst seit 1850, zuvor trug sie unter anderem die Bezeichnungen Adlergasse, Neu-Wiedner Straße, Griesgasse, Reinprechtsdorfer Hauptstraße, Obere Schlossgasse, Ziegelgasse und Obere Bräuhausgasse.

Architekten

Franz Wafler sen. - Franz Wafler sen. (1915 - 2002) studierte während des Zweiten Weltkriegs Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Er eröffnete sein eigenes Büro kurz nach 1945. Seine beiden Söhne, Wilfried und Franz, traten in das Büro des Vaters ein und führten es auch nach seinem Tode weiter. Franz Wafler sen. war vorwiegend für Wohnbaugenossenschaften tätig: Siedlungswerk - An den Langen Lüssen, Wien 19; Sozialer Wohnbau (450 Wohnungen) - Hardeggasse, Wien 22 sowie Terrassensiedlung, Wien 14. Für die Gemeinde Wien errichtete Franz Wafler sen. unter anderem ein Haus in der Margaretenstraße 46.

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