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Kegelgasse 17

Fakten

Kegelgasse 17

Kegelgasse 17, 1030 Wien

Baujahr: 1975-1977

Wohnungen: 36

Architekt: Alfred Viktor Pal

Weitere Adressen

Seidlgasse 10, 1030 Wien

Wohnen in Wien

In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.

Geschichte

Bereits seit dem 13. Jahrhundert ist im Bereich der Löwengasse eine Besiedelung durch Gärtner nachgewiesen. Im 16. Jahrhundert siedelten sich hier auch die aufgrund der Geruchsbelästigung aus der Stadt verwiesenen Lederer und Weißgerber an. In der Folge wurde diese zur Vorstadt heranwachsende Gemeinschaft als "Unter den Weißgerbern" bezeichnet. Um 1820 führte die Kegelgasse, damals noch als Blumengasse bezeichnet, größtenteils unverbaut nur von der Seidlgasse bis zur Löwengasse. Erst nach 1900 erfolgte mit dem Durchbruch zur Lände und zur Unteren Viaduktgasse eine geschlossene Verbauung.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage liegt an der Ecke Kegelgasse/Seidlgasse und wird über zwei Stiegen erschlossen, zu denen man über eine schlicht eingeschnittene Durchfahrt an der Kegelgasse gelangt. Die Durchfahrt wird von drei breiten Fensterachsen eingefasst, die ohne Rahmungen in die glatte Fassade eingesetzt sind. Links davon sind zwei weitere Achsen mit Balkonen versehen, während rechts eine Achse als Erker vorgezogen ist und die äußerste Achse mit schmalen Fenstern wieder nur in die Fassade eingesetzt ist. Ähnlich gestaltet sich die Front zur Seidlgasse. Nur sind hier die Fenster zum Teil schmäler und zwischen den Balkonachsen ist eine zusätzliche Fensterachse eingelassen. An den Innenhofseiten ist die L-förmige Anlage im Erdgeschoßbereich aufgebrochen und wird von schlichten Eckpfeilern gestützt.
Hier sind Autoabstellplätze untergebracht. Die Fassaden sind glatt und werden nur durch Achsen größerer und kleinerer Fenster gegliedert.

Der Name

Die Kegelgasse wurde 1862 nach dem ehemaligen Tanzlokal "Zum goldenen Kegel" benannt. Das Lokal befand sich an der Vorderen Zollamtsstraße 17.

Sanierung

von 2006 bis 2007

Im Jahr 2006 wurden die Fenster erneuert.

Architekten

Alfred Viktor Pal - Alfred Viktor Pal (1911-2007) studierte bis 1935 Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Während des Zweiten Weltkrieges war er mit der Planung und Ausführung von Bauten der Luftwaffe betraut. Nach 1945 beteiligte sich Pal vor allem am Wiederaufbau. Mehrere Wohn- und Gewerbebauten wurden, vorwiegend in Gemeinschaftsarbeit mit anderen Architekten, nach seinen Entwürfen realisiert.

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