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Weintraubengasse 13

Fakten

Weintraubengasse 13

Weintraubengasse 13, 1020 Wien

Baujahr: 1982-1983

Wohnungen: 5

Wohnen in Wien

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Geschichte

Das Gebiet, auf dem der Gemeindebau errichtet wurde, war lange Zeit kaum bewohnt. Die Aulandschaft inmitten mehrerer Arme der Donau wurde alljährlich von Hochwassern überflutet. Erst nach der Regulierung der Donau wurde das Gebiet sukzessive als Bauland erschlossen. Als eine Seitengasse der Jägerzeile befand sich die Weintraubengasse gegen Ende des 18. Jahrhunderts in unmittelbarem Umfeld einer der vornehmsten Straßen Wiens. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde an der Stelle des heutigen Gemeindebaus ein Haus errichtet, in dem sich ab 1850 eine Hauptschule befand. Seit 1871 ist das Grundstück Eigentum der Stadt Wien.

Die Architektur

Das Wohnhaus schließt rechts an einen älteren Bau an und steht an der linken Seite frei. In der gegenüber liegenden Zirkusgasse 30 befindet sich ein von denselben Architekten geplanter Gemeindebau. Mit diesem verbindet ein gemeinsamer Gartenhof. Das zwei Stockwerke hohe Haus in der Weintraubengasse fällt vor allem durch die Gestaltung der Fronten auf, die sowohl zur Straßenseite als auch zur Hofseite hin abgetreppt sind. Die Straßenfassade springt entlang der aus Doppelfenstern gebildeten Achsen zickzackartig vor und zurück, wodurch die Fensterteile winkelig zu den entlang der Mauerkanten befindlichen Fensterpfosten stehen. Zur Hofseite hin sind die Gebäudeabschnitte gegeneinander versetzt. Es alternieren drei glatt verputze Segmente mit zwei Achsen aus Loggien, die über die Dachflächen hinaus ragen. Die Gestaltung der Hoffassade ist mit der Architektur des Hauses in der Zirkusgasse 30 abgestimmt. Wie dort kontrastieren die in weiß gehalten Loggien mit der sienaroten Grundfarbe des Hauses. Auch die Fensterrahmen und -unterteilungen sind weiß. Ein weiterer Farbakzent wird durch die graue Rahmung der Geschäftsfenster in der Sockelzone der Straßenfassade gesetzt.

Der Name

Die Straße, in der das Wohnhaus steht, ist seit 1909 nach dem Gasthaus "Zur blauen Weintraube" (Ecke Praterstraße) benannt.

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