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Wehlistraße 303

Fakten

Wehlistraße 303

Wehlistraße 303, 1020 Wien

Baujahr: 1963-1964

Wohnungen: 149

Architekt: Otto Niedermoser

Weitere Adressen

Handelskai 394, 1020 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Durch die latente Hochwassergefahr war eine Besiedelung der Gegend, in der sich die Wohnhausanlage befindet, über Jahrhunderte hinweg unmöglich. Erst mit der Donauregulierung, 1870 - 1875, gewann man ein wenig Kontrolle über den Strom. Damit war die Möglichkeit zur Industrialisierung eröffnet - ein für die wirtschaftliche Entfaltung der Donaumonarchie höchst bedeutsamer Faktor. In unmittelbarer Nähe zum Gemeindebau befanden sich etwa die Siemens-Schuckert-Werke. Diese Fabrik war um 1900 die modernste der Elektroindustrie. Das Grundstück, auf dem das Wohnhaus steht, wurde 1956 von der Stadt Wien erworben.

Die Architektur

Ein dreigeschoßiges Haus am Handelskai mit zur Gänze ausgebautem Dachgeschoß, ein senkrecht dazu gelegenes und durch geschlossene Gänge mit ersterem in Verbindung stehendes zweistöckiges Gebäude sowie ein dreistöckiger Block an der Wehlistraße sind einem zur Straße hin geöffneten Wohnkomplex zugehörig, der mehrere Adressen umfasst. Die Anlage bricht mit der Wiener Tradition der intimen, geschlossenen Hofform. Wie schon in den 1920er- und 1930er-Jahren wurde versucht, durch konzentrierte Stapelung möglichst vieler Wohnungen ausgedehnte Zonen für Erholungs- und Bildungseinrichtungen zu schaffen. Die zur Straße orientierten Fronten der Häuser sind einfach gegliedert. Der Wechsel von breiten, dreigeteilten Fenstern mit kleiner dimensionierten Fenstern quadratischen und hochrechteckigen Formats bestimmt vorwiegend den Eindruck. Vereinzelt gliedern Loggien und Balkone die Fassaden. Der an der Wehlistraße gelegene Block weist an der nach dem Gartenhof orientierten Längsseite in allen Stockwerken Balkone auf, die sich bandartig über die Fassade erstrecken. Entlang des Handelskais wird die Erdgeschoßzone von Geschäftsfenstern durchbrochen.

Der Name

Die Straße, in der das Wohnhaus steht, ist nach Sektionschef August Freiherr Ritter von Wehli benannt. Der Namensgeber war Vizepräsident der Donauregulierungskommission.

Sanierung

von 2010 bis 2010

Die Wohnhausanlage wird seit 2010 an die Fernwärme Wien angeschlossen.

Architekten

Otto Niedermoser - Otto Niedermoser (1903-1976) studierte an der Wiener Kunstgewerbeschule Bühnenbild bei Alfred Roller und Architektur bei Josef Hoffmann. 1925 wechselte er an die Akademie der bildenden Künste, wo er sein Studium bei Peter Behrens abschloss. Niedermoser war vor allem als Innen- und Filmausstatter tätig, wie etwa bei den Filmen "Der Engel mit der Posaune" (1948) und "1. April 2000" (1952). Sein bedeutendstes architektonisches Werk ist der mit Hans Petermaier geplante Wiederaufbau der Fischerstiege und der angrenzenden Wohnhäuser in Wien 1 (1952-1954).

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