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Zirkusgasse 33

Fakten

Zirkusgasse 33

Zirkusgasse 33, 1020 Wien

Baujahr: 1958-1960

Wohnungen: 34

Architekt: Oskar Trubel

Weitere Adressen

Rotensterngasse 27, 1020 Wien

Wohnen in Wien

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Der 1811 errichtete Vorgängerbau war ab 1888 die erste Mädchenerziehungsanstalt in der Leopoldstadt. Ein großer Garten, an dessen Stelle später zwei Häuser standen, war mit dieser Anstalt verbunden. Ab 1909 räumte das Mädcheninstitut Zinsparteien Platz ein. Das Gebäude wurde während des zweiten Weltkrieges durch eine Bombe vernichtet. Das 1941 enteignete Grundstück wurde 1955 an den Besitzer restituiert und in diesem Jahr von der Stadt Wien erworben.

Die Architektur

Das Gebäude an der Ecke zur Zirkusgasse/Rotensterngasse umfasst insgesamt 12 Fensterachsen und sechs Geschoße. In einem Hof, der nur über den Hauseingang erreichbar ist, befindet sich ein einstöckiges Gebäude mit Flachdach - der Kindergarten.
Die Fassaden zur Zirkusgasse und Rotensterngasse weisen eine markantere Gliederung auf. Die Sockelzone ist mit Steinplatten verkleidet und wird von Geschäftsfenstern durchbrochen. Darüber schließt der Sockel gesimslos an die glatt verputzte Fassade an. Die Fassade fällt besonders durch ihre Farbgebung in Rosa, Weiß und Grau auf. Unterschiedliche Farbfelder strukturieren die Fronten sowohl horizontal als auch vertikal. Einzelne Geschoße werden durch Farbbänder hervorgehoben, von der Grundfarbe abgesetzte Wandflächen zwischen den Fensterachsen setzen dazu einen Gegenakzent. Die Hofseiten sind einfärbig und ohne dekorative Details gestaltet.

Der Name

Die Straße, in der das Haus steht - die ehemalige Große Fuhrmanngasse -, ist seit 1862 nach dem 1853 für den Zirkus Renz errichteten Gebäude benannt, das 1945 durch eine Bombe vernichtet wurde.

Architekten

Oskar Trubel - Oskar Trubel (1915-1977) studierte ab 1948 Architektur bei Lois Welzenbacher an der Akademie der bildenden Künste Wien. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war er am Wiederaufbau und der Errichtung zahlreicher Wohnhäuser beteiligt. Für die Gemeinde Wien entwarf Trubel unter anderem die Wohnhäuser Bernardgasse 10 in Wien 7 (1949/50), Molitorgasse 5-9 in Wien 11 (1948-1950) und die Anlage Gassergasse 48-50 in Wien 5 (1961-1962).

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