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Franzensbrückenstraße 21

Fakten

Franzensbrückenstraße 21

Franzensbrückenstraße 21, 1020 Wien

Baujahr: 1967-1969

Wohnungen: 48

Architekt: Karl Hosmann

Weitere Adressen

Schüttelstraße 1, 1020 Wien

Vivariumstraße 2, 1020 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Die Straße, in der die Wohnhausanlage errichtet ist, wurde nach der Zuschüttung des Fugbaches unter Josef II. als eine Handelsstraße in Richtung der Weißgärber angelegt. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich das Umfeld zu einem beliebten Wohngebiet. Die Ansiedelung von Künstlern, Wissenschaftern, Schauspielern und Firmenbesitzern erhöhte die Anziehungskraft der Gegend.

Die Architektur

Die sechs Stockwerke hohe Wohnhausanlage befindet sich an der Kreuzung der Franzensbrückenstraße mit der Schüttelstraße und der Vivariumstraße. Sie umschließt durch drei winkelig aneinanderstoßende Trakte einen begrünten Hof. Der einfach gegliederte, primär nach funktionalen Belangen ausgerichtete Bau weist eine von Geschäftsfenstern durchbrochene Erdgeschoßzone auf. In der Franzensbrückenstraße ist der Mittelteil der Front vom ersten Stock bis zum Dachgeschoß durch Balkone akzentuiert, die sich über die Breite von vier Achsen erstrecken. Die zweiachsigen Flanken der Fassade weisen hochrechteckige Fenster auf. Quadratische Fenster in zwei verschiedenen Dimensionen definieren gegen die frei stehende Ecke zu drei Achsen der Front an der Schüttelstraße. Der an das Nachbarhaus angrenzende Fassadenabschnitt ist hingegen durch Balkone akzentuiert, die vom ersten Stock bis zum Dachgeschoß reichen und zwei Fensterachsen zusammenfassen. Über dem asymmetrisch angelegten Eingangsbereich in der Vivariumstraße befinden sich breite, dreiteilige Fenster in einer Achse. Diese sind bis zur Höhe der das Portal flankierenden Geschäftsfenster heruntergezogen. Die Achse des Eingangs wird mittels zwischen den Fenstern durchlaufenden Bändern akzentuiert. Wie in der Schüttelstraße bestimmen quadratische Fenster in zwei verschiedenen Dimensionen das Erscheinungsbild der angrenzenden Fassadenabschnitte. Die Hoffassaden sind dem Stil der Straßenseiten angeglichen.

Der Name

Die Straße, in der das Wohnhaus steht, hieß bis 1875 Franzensallee und ist nach Franz I., dem Gatten Maria Theresias, benannt.

Sanierung

von 2002 bis 2002

Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2002 wurde die Wohnhausanlage unter anderem auch mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Die Kosten beliefen sich auf 363.200 Euro, davon konnten 103.950 Euro durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

Karl Hosmann - Karl Hosmann (1916-1985) plante für die Gemeinde Wien unter anderem das Wohnhaus Franzensbrückenstraße 21 in Wien 2 (1967-1969) und zusammen mit Josef Baudys den Dr.-Gerhard-Weißenberg-Hof in Wien 15, Hofmoklgasse 2-6 (1975-1977).

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