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Franzensbrückenstraße 19

Fakten

Franzensbrückenstraße 19

Franzensbrückenstraße 19, 1020 Wien

Baujahr: 1963-1963

Wohnungen: 65

Weitere Adressen

Helenengasse 10, 1020 Wien

Vivariumstraße 11, 1020 Wien

Vivariumstraße 9, 1020 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Die Straße, in der die Wohnhausanlage errichtet ist, wurde nach der Zuschüttung des Fugbaches unter Josef II. als eine Handelsstraße in Richtung Weißgärber angelegt. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich das Umfeld zu einem beliebten Wohngebiet. Die Ansiedelung von Künstlern, Wissenschaftern, Schauspielern und Firmenbesitzern erhöhte die Anziehungskraft der Gegend. Das Grundstück, auf dem der Gemeindebau steht, ging 1952 aus dem Besitz der Österreichischen Versicherungs-A.G. an die Stadt Wien über.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage umfasst ein sechsstöckiges Haus an der Franzensbrückenstraße und ein ebenfalls sechsstöckiges Gebäude an der Helenengasse. Alle Stiegen sind von der Vivariumstraße, an die der Hof des Gemeindebaus grenzt, zugänglich. In der Franzensbrückenstraße wird die Erdgeschoßzone von quadratischen Geschäftsfenstern durchbrochen. Die dreiachsige, an einen älteren Bau anschließende Flanke des Blocks weist französische Fenster auf, der frei stehende Eckteil hingegen kleine quadratische Fenster, die in zwei Achsen angeordnet sind. Zwei vom ersten Stock bis zum Dachgeschoß reichende Erker gliedern die Fassade in der Helenengasse. In drei Achsen der neunteiligen Front befinden sich Balkone. Die Hoffassade dieses primär nach funktionalen Belangen ausgerichteten Bauwerks beleben ebenfalls zwei Erker.

Der Name

Die Straße, in der das Wohnhaus steht, hieß bis 1875 Franzensallee und ist nach Franz I., dem Gatten Maria Theresias, benannt.

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