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Obere Augartenstraße 16

Fakten

Obere Augartenstraße 16

Obere Augartenstraße 16, 1020 Wien

Baujahr: 1860

Wohnungen: 19

Architekt: unbekannt unbekannt

Wohnen in Wien

Im 19. Jahrhundert wuchs als Folge der massiven Industrialisierung die Arbeiterschicht stark an, die Einwohnerzahl Wiens explodierte, vor allem auch durch den Zuzug aus den ländlichen Gebieten der Donaumonarchie. Die nötigen Wohnungen wurden nahezu ausschließlich von Privaten gewinnorientiert gebaut. Mietskasernen mit so genannten "Bassena-Wohnungen" - Zimmer, Küche, Wasser und WC auf dem Gang - entstanden. In den Jahren des Ersten Weltkrieges stagnierte die Bautätigkeit.

Geschichte

Die Straße, in der sich das Wohnhaus befindet, ist in Zusammenhang mit dem Bereich des heutigen Augartens zu sehen, der bis in das 15. Jahrhundert unbewohnt gewesen sein dürfte. Im 17. Jahrhundert setzte die bauliche und gärtnerische Gestaltung des Gebietes ein. Kaiser Joseph II. machte den Garten 1775 für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Zuge der Donauregulierung in den 1870er-Jahren wurde der Gefahr von Überschwemmungen, durch die die Zone stark betroffen war, Einhalt geboten. Während der 1910er- und 1920er-Jahre errichtete man in nächster Umgebung des Wohnhauses ein Elektrizitätswerk. Das Grundstück samt Gebäude wurde 1996 von der Stadt Wien erworben.

Die Architektur

Das ehemals drei Stockwerke umfassende Wohnhaus wurde 1922 um ein fünftes Geschoß erweitert. Symmetrische Gliederung kennzeichnet den Bau. Über dem zentral angelegten, bogenförmig abgeschlossenen Eingang finden sich doppelt breite Fenster in einer Achse. Die Fenster der vier flankierenden Achsen dagegen sind hochrechteckig. Weit vorkragende Gesimse betonen die Geschoße. Kennzeichnend für den Bau ist sein Reichtum an Zierelementen. Der Sockel wird durch Quadermauerwerk charakterisiert und durch ein Gesims betont. Quadersteine fassen die bogenförmig abgeschlossenen Fenster des Erdgeschoßes ein. Das Portal ist von einer Steinrahmung umgeben, die von Pilastern begrenzt wird. Diese gehen in Konsolen über, die das darüber befindliche Gesims spielerisch zu tragen scheinen. In den Zwickeln des Eingangsbereiches findet sich ornamentaler Stuck. Unter dem Sohlbankgesims sowie dem von Voluten getragenen oberen Abschluss der durch schmale Wandvorlagen gerahmten Fenster, sind jeweils stuckierte Zierfelder eingefügt. Die Hoffassade weist schmale, hochrechteckige Fenster auf.

Der Name

Die jetzige Benennung der Oberen Augartenstraße geht auf das Jahr 1862 zurück. Sie wurde ursprünglich Kremserstraße genannt, im 17. Jahrhundert "Straße nach Böhmen", später Dammstraße und Augartengasse.

Sanierung

von 1993 bis 1995

In der Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1993 bis 1995 eine Sockelsanierung durchgeführt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1.226.281 Euro, davon konnten 1.180.331 Euro durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

unbekannt unbekannt -

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