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Franz-Weber-Hof

Fakten

Franz-Weber-Hof

Weinberggasse 60-78, 1190 Wien

Baujahr: 1983-1988

Wohnungen: 430

Weitere Adressen

Gräfweg 5, 1190 Wien

Börnergasse 12, 1190 Wien

Gräfweg 3, 1190 Wien

Wohnen in Wien

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Geschichte

Das Areal der Wohnhausanlage war seit 1904 Fabrikstandort der Automobilfabrik "Gräf & Stift". Im Laufe zahlreicher Vergrößerungen entstand eine der ersten großen Stahlbetonhallen Wiens - von Philipp Jakob Manz 1916 in neoklassizistischer Form errichtet. Finanzielle Schwierigkeiten führten zur Schließung des Standortes in der Hutweidengasse. Infolgedessen wurde das Areal verkauft, und die Fabrikanlagen wurden geschliffen. Somit war der Baugrund für die heute bestehende Wohnhausanlage verfügbar. Ein Architekturwettbewerb zur Errichtung einer Großwohnanlage mit 500 Wohnungen wurde Anfang der 1980er-Jahre von der Gemeinde Wien ausgelobt. Außer den Gewinnern konnten noch neun weitere Preisträger ihre Entwürfe verwirklichen.

Die Architektur

Die 42 Stiegen umfassende Wohnhausanlage setzt sich aus mehreren, teils miteinander verbundenen, drei- bis fünfgeschoßigen Baublöcken zusammen. Drei große Wohnhöfe und eine Grünanlage werden von der unregelmäßigen Struktur eingefasst. Die Anlage ist in ihrer Gestaltung so vielfältig wie die zahlreichen Architekten, die sie konzipiert haben. Das Spektrum reicht von konservativen Bauten der Wiener Postmoderne bis hin zur beinahe "technoiden" Bauweise des Teams Richter/Gerngroß. Zahlreiche Durchgänge erschließen den mittleren Hof, der als Zentrum auch die Ladenbauten der Wohnhausanlage beherbergt. Diese mit Bäumen gesäumte "Wohnstraße" endet mit einem monumentalen Torbogen an der großen Grünfläche, der an die ehemalige Autofabrik auf diesem Areal erinnern soll.

... und die Kunst

Eine Brunnenplastik des österreichischen Bildhauers Gottfried Höllwarth mit dem Titel "Flusslandschaft" aus den Jahren 1986 bis 1987 ist in einem der Höfe aufgestellt.

Im großen, zentralen, platzartigen Hof befindet sich eine nicht betitelte, vertieft liegende Steinskulptur des Bildhauers Franz Xaver Ölzant, deren Entstehung aus den Jahren 1985 bis 1986 datiert.

Der Name

Die Wohnhausanlage wurde am 2. 12. 1993 nach Franz Weber (11. 8. 1910 bis 21. 11. 1989) benannt. Franz Weber war Betriebsratsobmann in der Firma "Gräf & Stift" und von 1965 bis 1975 Bezirksvorsteher von Döbling. Ein Gedenkstein am zentralen Platz der Anlage erinnert an ihn.

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