Mobile Version aus nicht mehr nachfragen

Bruno-Kreisky-Hof

Fakten

Bruno-Kreisky-Hof

Hernalser Hauptstraße 230, 1170 Wien
Alszeile 57-63, 1170 Wien

Baujahr: 1983-1987

Wohnungen: 276

Weitere Adressen

Güpferlingstraße 32, 1170 Wien

Alszeile 57-63, 1170 Wien

Güpferlingstraße 30, 1170 Wien

Alszeile 57, 1170 Wien

Wohnen in Wien

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Geschichte

Der 1987 errichtete Gebäudeteil der Wohnhausanlage in der Hernalser Hauptstraße umspannt mit seinem bereits 1986 fertig gestellten Vorgängerbau in der Alszeile einen riesigen begrünten Innenhof. Beide Gebäudeteile stammen vom gleichen Architektenteam und sind in ihrer Ausgestaltung ident, lediglich gespiegelt. Der Errichtung der Wohnhausanlage wich 1985 ein zweigeschoßiges Althaus samt Nebengebäude.

Die Architektur

Der Bruno-Kreisky-Hof umfasst vier bzw. fünf Hauptgeschoße und ein ausgebautes Dachgeschoß, das an der Straßenfront jeweils mit ins Mansardenwalmdach eingeschnittenen Fenstern und hofseitig mit Gaupen in Erscheinung tritt. Abgeschrägte Gebäudeecken markieren die Durchgänge zum Hof, über denen kleine Dachterrassen angeordnet sind. Die Stiegen sind in den Durchgängen und vom Hof aus erreichbar; an der Hauptfassade an der Hernalser Hauptstraße befinden sich vier Geschäftslokale. Vertikale Akzentuierung erfährt die 26 Fensterachsen lange Fassade an der Hernalser Hauptstraße durch die zurückversetzten Erschließungstürme und die vier paarweise angeordneten Erker mit dreieckigem Grundriss und übereck führenden Fenstern. Als Pendant dazu wurden hofseitig etwas vorkragende Loggien ausgeführt, die paarweise bzw. einzeln angeordnet die sonst glatte Putzfassade vertikal gliedern.
Die Gartenarchitektur des baumbestandenen Hofes besteht aus Pergolen und einer Mosaik-besetzten Stützmauer.

... und die Kunst

Die Gedenkstele im Andenken an Dr. Bruno Kreisky vor dem Eingang zum Gemeindebau an der Ecke Hernalser Hauptstraße und Güpflingergasse stammt vom Bildhauer Leopold Grausam, der auch das antifaschistische Mahnmal am Morzinplatz gestaltet hat. Die Stele ist aus geschliffenem roten Marmor und trägt neben der Inschrift die abstrahierten drei schrägen Pfeile der Sozialdemokratie.

Der Name

1995 wurde der Gemeindebau nach Dr. Bruno Kreisky (geb. 22. Jänner 1911 in Wien, gest. 29. Juli 1990 in Wien), dem Sozialdemokraten und langjährigen Bundeskanzler, benannt.
Ab 1926 in der Sozialistischen Arbeiterjugend tätig, 1935-36 und 1938 politische Freiheitsstrafen, 1938-45 im schwedischen Exil, 1946-49 Diplomat in Stockholm, 1951-53 politischer Berater von Bundespräsident T. Körner, 1967-83 Bundesparteivorsitzender der SPÖ, 1976-89 Vizepräsident der Sozialistischen Internationalen, 1953-59 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, 1956-83 Abgeordneter zum Nationalrat, 1959-66 Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten, 1970-83 Bundeskanzler. Seine Kanzlerschaft war gekennzeichnet durch weit reichende Reformen wie den Ausbau des Sozialstaates, Rechtsreformen oder die Demokratisierung der Universitäten und außenpolitischen Initiativen, vor allem im Nahost-Konflikt. Kreisky machte die SPÖ zur erfolgreichsten sozialdemokratischen Partei Westeuropas. Wirtschaftliche Probleme, Skandale und persönliche Rivalitäten führten 1983 zum Verlust der absoluten SPÖ-Mehrheit im Nationalrat und zum Rückzug Kreiskys aus der Politik. Seit 1975 ist er Ehrenbürger der Stadt Wien.

Freie Garagenplätze

Art Miete
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf Twitter
  • Teilen auf Google+