Mobile Version aus nicht mehr nachfragen

Franz-Ramel-Hof

Fakten

Franz-Ramel-Hof

Rainergasse 6-8, 1040 Wien

Baujahr: 1979-1981

Wohnungen: 34

Architekt: Bruno Tinhofer

Wohnen in Wien

Zwischen 1978 und 1981 wurde zur Wohnungsverbesserung in Wien insgesamt ein Darlehensvolumen für über 48.000 Wohnungen zugesichert. 39 Wohnanlagen wurden fertig saniert, an weiteren 86 mit einem Kostenaufwand von 52 Mio. Euro gearbeitet. Zusätzlich wurden über 6.000 neue Wohnungen fertig gestellt. Die Architektur wandelte sich - dank des technischen Fortschritts in der Plattenbauweise - vom Zeilenbau hin zu flexibler gestalteten Anlagen mit individuellem Charakter und mieterfreundlichen Grundrissen. Gleichzeitig verstärkte sich das Mietermitspracherecht und serviceorientierte Wohnungsberatungszentren wurden etabliert.

Geschichte

Der dreigeschoßige Vorgängerbau auf dem Areal Rainergasse 8 stammte aus dem Jahr 1836, 1880 kam es zur Veränderung der Fassade durch Stadtbaumeister J. Görlich im Auftrag von Anton Ritter von Hoffmann. Die Benützungsbewilligung für den heute bestehenden Gemeindebau von Bruno Tinhofer datiert aus dem Jahr 1982.

Die Architektur

Die sechsgeschoßige Wohnhausanlage zeichnet sich durch den Einsatz kontrastierender Farben und eine bewegte Fassadengestaltung aus. Dem gelben Wandanstrich der ornamentlosen Straßenfront mit ihren hoch aufragenden Aufzugstürmen stehen die dunkelgrün gestrichenen Metallrahmen der langen, unterschiedlich hohen Fensterbänder gegenüber. Die in den Obergeschoßen symmetrisch gestaltete Fassade weist leicht ausgeschwenkte Erker auf, wodurch eine bessere Belichtung der dahinter liegenden Räume erreicht wird. Hofseitig dominieren breite, tief eingeschnittene Loggien die Gartenansicht. Das Dachgeschoß wurde bereits zur Entstehungszeit des Hauses mit ausgebaut. Auf der Hofseite lädt ein großer, begrünter Garten zum Verweilen ein.

Der Name

Der Gemeindebau ist nach dem in den Jahren 1952-69 tätigen Bezirksvorsteher des 4. Wiener Gemeindebezirks, Franz Ramel (1905-1979), benannt. Eine Tafel in der Einfahrt erinnert an den Politiker, der 1957 auch mit dem Ehrenzeichen um die Verdienste der Republik Österreich ausgezeichnet wurde.

Architekten

Bruno Tinhofer - Bruno Tinhofer (1924-2005) studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Lois Welzenbacher, wo er später auch als Hochschulassistent tätig war. Neben dem Wohnbau gehörte vor allem auch der Schulbau zu seinem Schaffensschwerpunkt. Zu seinen Bauten zählen unter anderem die Volkshochschule am Arthaberplatz 18 in Wien 10 (mit Eduard Berger, Leopold Tinhof, 1960/61) und das Wohnhaus Rainergasse 6-8 in Wien 4 (1975-81).